Das Buch Josua

 

 

Der Zug durch den Jordan
(Jos. 1 - 5)

 

Die Eroberung der Städte Jericho und Ai
(Jos. 6 - 8)


Die List der Gibeoniter und der Kampf um Gibeon
(Jos. 9-12)

 

Die Verteilung Kanaans
(Jos. 13-19)

 

Die Asyl- und Levitenstädte, der Altar am Jordan, Josuas
Mahnreden und Tod
(Jos. 20 - 24)

 

 

 

 

Der Zug durch den Jordan
(Jos. 1 - 5)


Einführung


Das Buch trägt den Titel "Josua", hebräisch IEUSchO, punktiert JöHOSchuA, so wie sich auch der Name “Jesus" schreibt. Dieser Name bedeutet „Jewe ist Rettung”.

Das Buch ist die Fortsetzung der fünf Bücher Mose und umfasst den Zeitraum von 1420 v. Chr. bis zum nicht datierbaren Tod Josuas, dessen Aufgabe es war, das Volk Israel in das verheißene Land zu bringen und dort anzusiedeln.

 

Kapitel 1


Jewes Wort an Josua


1 Und es geschah nach dem Tod Moses (im Jahr 1420 v. Chr.), des Dieners Jewes, da sprach Jewe zu Josua, dem Sohn Nuns, dem Amtsträger Moses, sprechend:
2 Mein Diener Mose starb. Und nun, steh auf, geh über diesen Jordan, du und all dieses Volk, zu dem Land, das Ich ihnen, den Söhnen Israels, gebe.
3 Einen jeden Ort, den eure Fußsohle betreten wird, euch gab Ich ihn, so wie Ich zu Mose geredet habe.
4 Von der Wildnis und diesem Libanon bis zu dem großen Strom, dem Strom Euphrat, all das Land der Hetiter und bis zu dem großen Meer gen Untergang der Sonne wird euer Gebiet.
5 Niemand stellt sich alle Tage deines Lebens dir angesichts (gegen dich) auf. So wie Ich mit Mose war, werde Ich mit dir sein: nicht lasse Ich dich los, und nicht

verlasse Ich dich.
6 Habe Halt und sei gefestigt, denn du, ja du, lost diesem Volk das Land zu, das Ich ihren Vätern zugeschworen habe, es ihnen zu geben.
7 Nur habe Halt und sei überaus gefestigt, zu hüten, gemäß all der Tora (Zielanweisung) zu tun, die dir Mein Diener Mose geboten hat. Kehre dich nicht von ihr ab,

weder zur Rechten noch zur Linken, damit du klug (handelst) überall, wo du gehst.
8 Nicht weiche das Schriftstück dieser Tora (Zielanweisung) von deinem Munde, und du murmelst (liest murmelnd, sagst murmelnd auf) über ihr tags und nachts, damit du hütest, zu tun gemäß all dem in ihr Aufgeschriebenen; denn dann hast du Gelingen, was deinen Weg betrifft, und dann (handelst) du klug.

9 Habe Ich dir nicht geboten: Habe Halt und sei gefestigt, lass dich nicht scheuchen und werde nicht bestürzt, denn Jewe, dein Elohim, ist mit dir überall, wo du gehst.
...


Jewe hatte Josua zum Nachfolger des Mose berufen (5. Mose 34:9). Nun sollte Israel unter seiner Führung das Land einnehmen, das Jewe dem Abraham und seinem Samen verheißen hatte (Vers 2; 1. Mose 15:18; 17.8).
Jewe hatte Israel das Land bereits gegeben, sie mussten es nur noch betreten (Vers 3).

Israel hat das zugesicherte Gebiet (Vers 4; 2. Mose 23:31) bislang noch nie besessen, sonderlich den syrischen Teil des Hetiterreichs (nur dieser Teil ist gemeint) und bis zum Euphrat.
Die Verheißung wird erst im tausendjährigen Königreich erfüllt werden.
Für die gewaltige Aufgabe, die Josua bevorstand, kräftigte Jewe ihn mit dem Zuspruch, dass Er immer mit ihm sein werde und niemand ihn aufhalten könne oder

besiegen werde (Vers 5).
Voraussetzung für alles Gelingen war eine feste Herzenshaltung der absoluten Treue zum Gesetz des Mose (Vers 7 + 8); dann werde er das Land festen Sinnes, klug und furchtlos erobern können (Vers 9).
Josua sollte täglich murmelnd über die Tora sinnen, mithin ein Mann sein, von dem es in Psalm 1;1, 2 heißt: „Glückselig der Mann, der an der Zielanweisung Jewes sein Gefallen hat und tags und nachts über Seiner Zielanweisung murmelt!" Und sicherlich wird er gemäß Psalm 119:97 gebetet haben: „Was liebe ich Deine Zielanweisung! All den Tag ist sie mein Nachsinnen."

Vorbereitungen zum Durchschreiten des Jordans


10 Und Josua gebot den Vorstehern des Volks, sprechend:
11 Geht durch das Innere des Lagers und gebietet dem Volk sprechend: Bereitet euch Zehrung, denn in noch drei Tagen geht ihr über diesen Jordan, dass ihr hineinkommt, um das Land zu errechten, das Jewe, euer Elohim, euch gibt, es zu errechten.
...


In drei Tagen sollten sie über den Jordan gehen. Demnach waren die Kundschafter wohl schon zurückgekehrt (Jos. 2; 3:1, 2). Das Manna hatte zwar noch nicht aufgehört (Jos. 5:12), der Tag der Durchquerung des Jordans dürfte aber die besondere Maßnahme der Zubereitung von Zehrung erfordert haben.

Die Pflichttreue der Stämme Ruben, Gad und Manasse

 

12 Und zu dem Rubeniter und zu dem Gaditer und zur Hälfte des Stammes des Manasse sprach Josua, sprechend:
13 Gedenkt des Wortes, das euch  Mose, der Diener Jewe, gebot, sprechend: Jewe, euer Elohim, verschafft euch ein Ruhen und gibt euch dieses Land.
14 Eure Frauen, eure kleinen Kinder und eure Viehherden, sie wohnen in dem Land, das Mose euch jenseits des Jordans gegeben hat; ihr aber zieht angesichts eurer Brüder in Fünf-Mann-Kampf-gruppen hinüber – alle Mächtigen des Heeres  und helft ihnen,
15 bis Jewe euren Brüdern ein Ruhen verschafft hat wie euch und sie, auch noch sie, das Land errechten, das Jewe, euer Elohim, ihnen gibt. Und dann kehrt ihr zurück zum Land eures rechtmäßigen Besitzes, und ihr errechtet es, ja das, das Mose, der Diener Jewes, euch jenseits des Jordans gen Aufgang der Sonne gegeben hat.
16 Und sie antworteten dem Josua, sprechend: Alles, was du uns gebotest, werden wir tun, und wohin immer du uns entsendest werden wir gehen.
17 Wie es in allem war, dass wir auf Mose hörten, also hören wir auf dich; nur sei Jewe, dein Elohim, mit dir, so wie Er mit Mose war.
18 Ein jeder, der gegen deinen Mund erbittert und deine Worte nicht hört, bezüglich allem, was du ihm gebietest, er werde  getötet. Nur habe Halt und sei gefestigt.
...

 

Das war ein erfreulicher Ausdruck der Einheit des Volkes Israel, dass die, die ihr Losland bereits eingenommen hatten (4. Mose 32; 5. Mose 3:12 - 17), denen halfen, die ihr Losteil noch erobern mussten. Ihr Gehorsam zeigte, dass sie der Verheißung Jewes glaubten. Wichtig dafür, sich nun von Josua leiten zu lassen, war aber, dass Josua selbst von Jewe geleitet wurde.

 

Kapitel 2


Die zwei Kundschafter und die Hure Rahab

 

1 Und Josua, der Sohn Nuns, entsandte von der Stadt Schithim aus zwei Mannen als Spione, heimlich, sprechend: Gehet, beseht das Land und Jericho! Und sie gingen und kamen in das Haus einer Frau, einer Hure, und ihr Name war Rahab. Und sie legten sich dort hin.
2 Und es wurde zum König Jerichos gesprochen, sprechend: Da! Mannen aus den Söhnen Israels kamen die Nacht hierher, das Land auszuspüren.
3 Da entsandte der König Jerichos zu Rahab, sprechend: Bewege die Mannen herauszugehen (rücke die Mannen heraus), die zu dir gekommenen, die in dein Haus kamen, denn sie kamen, um das ganze Land auszuspüren.
4 Und die Frau nahm die beiden Mannen und verwahrte sie und sprach: So (ist´s): Die Mannen kamen zu mir, aber ich erkannte nicht, woher sie waren.
5 Und als es Zeit wurde, das Tor in der Finsternis zu verschließen, da gingen die Mannen hinaus; ich weiß nicht, wohin die Mannen wandelten. Verfolgt (jagt) schnell hinter ihnen her, denn ihr werdet sie einholen.

6 Sie aber, sie hatte sie zum Dach hinaufsteigen lassen und hatte sie zwischen Flachsstängeln vergraben, den für sie selbst auf dem Dach aufgeschichteten.
7 Und die Mannen (Jerichos) verfolgten (jagten) hinter ihnen her, den Weg zum Jordan, auf die Furten zu; und das Tor verschloss man, nachdem die hinter ihnen her Jagenden hinausgegangen waren.
8 Und ehe sie, ja sie, sich hinlegten, da stieg sie, ja sie, hinauf, hinauf zu ihnen auf das Dach.
9 Und sie sprach zu den Mannen: Ich erkenne, dass Jewe euch das Land gegeben hat und dass das Grauen vor euch auf uns gefallen ist und dass alle Bewohner des

Landes aufgrund eures Angesichts zergehen.
10 Denn wir hörten, dass Jewe die Wasser des Schilfmeers aufgrund eures Angesichts vertrocknen ließ bei eurem Auszug aus Ägypten, und was ihr den beiden Königen des Amoriters getan habt, die jenseits des Jordans waren, dem Sichon und dem Og, die ihr verbanntet.
11 Und wir hörten's, und unser Herz zerfloss, und in niemand kam noch Geist (Mut) auf aufgrund eures Angesichts, denn Jewe, euer Elohim, Er ist der Elohim in den Himmeln oben und auf der Erde unten.
12 Und nun, schwört mir doch bei Jewe, weil ich Huld an euch getan habe, dass ihr, auch noch ihr, an dem Haus meines Vaters Huld tun werdet; und ihr gebt mir ein Zeichen der Wahrheit (des wahrhaftigen Tuns).
13 Und ihr lasst meinen Vater und meine Mutter leben und meine Brüder und meine Schwestern und alle, die ihnen zugehören, und ihr bergt unsere Seele vor dem Tod.
14 Und die Mannen sprachen zu ihr: Unsere Seele ist's, die an eurer statt zu sterben hat, wenn ihr diese unsere Sache nicht berichtet (verratet). Und es geschieht: Indem uns Jewe das Land gibt, so werden wir an dir Huld und Wahrheit (Treue) tun.
15 Und sie ließ sie durch die Luke mittels eines Seils hinabsteigen, denn ihr Haus war im Mauerwerk der Stadtmauer, und sie wohnte in der Stadtmauer.
16 Und sie sprach zu ihnen: Geht gen das Bergige, sodass die Verfolger euch nicht entgegenkommen; und ihr versteckt euch dort drei Tage bis zur Rückkehr eurer Verfolger, und danach geht ihr eures Weges.
17 Und die Mannen sprachen zu ihr: Schuldlose (frei von jeder Verpflichtung) sind wir von diesem deinem Schwur, den du uns schwören ließest:
18 Da! Wenn wir im Land ankommen, so verknüpfst du das Ende dieses karmesinroten Seils an der Luke, mittels dessen du uns hinabsteigen ließest. Und du

versammelst deinen Vater und deine Mutter und deine Brüder und das ganze Haus deines Vaters bei dir ins Haus.
19 Und es geschieht: Jeder, der aus den Türen deines Hauses nach draußen herausgeht: sein Blut ist auf seinem Haupt, und wir sind schuldlos; aber jeder, der mit dir im Haus ist: sein Blut ist auf unserem Haupt, wenn Hand an ihn gelegt wird.
20 Wenn du aber diese unsere Sache berichtest (verrätst), so sind wir schuldlos (frei) von deinem Schwur, den du uns schwören ließest.
21 Und sie sprach: Es sei gemäß euren Worten. Und sie entsandte sie, und sie gingen; und sie verknüpfte das Ende des karmesinroten Seils an der Luke.
22 Und sie gingen und kamen in das Bergige und blieben dort drei Tage, bis die Verfolger zurückgekehrt waren. Und ihre Verfolger hatten auf allen Wegen gesucht und sie nicht gefunden.
23 Und die beiden Mannen kehrten zurück und stiegen vom Bergigen herab und gingen hinüber und kamen zu Josua, dem Sohn Nuns, und sie erzählten ihm alles, was ihnen begegnet war.
24 Und sie sprachen zu Josua: So denn (ist´s): Jewe gab das ganze Land in unsere Hand, und alle Bewohner des Landes zergehen aufgrund unseres Angesichts.
...

Josua hatte die Kundschafter heimlich, also ohne Wissen des Volkes, ausgesandt, damit es bei einem ungünstigen Bericht nicht entmutigt würde wie einst in Kadesch-Barnea (4. Mose 13). Jewe führte sie in das Haus der Hure Rahab. Diese bemerkenswerte Frau wurde hernach die Frau Salmas (Salmons) und die Mutter des Boas, des Mannes der Rut, und die Urgroßmutter des Königs David (Mat. 1:5, 6). Die beiden Männer waren bemerkt worden und sollten von Rahab herausgegeben werden (Vers 3). Doch die Frau log und nahm sie in Schutz (Vers 4). Sie war nicht nur eine Hure, sondern auch eine Lügnerin. In Seiner Gnade aber hatte Jewe etwas mit ihr vor. Ich kann den Konflikt nicht lösen, dass die Lüge nicht zu rechtfertigen ist und sie zugleich ein wichtiges Werk um des Heils Israels willen tat, denn Rahab – nicht die Sünde, sondern Rahab – wurde aufgrund ihres Werkes gerechtfertigt. Jakobus schreibt: "... die Hure Rahab – wurde sie nicht aus Werken gerechtfertigt, weil sie die Boten beherbergte und diese auf anderem Weg entkommen ließ?" (Jak. 2:25). Und im Hebräerbrief heißt es: „Durch Glauben kam Rahab, die Hure, nicht mit den Widerspenstigen um, weil sie die Kundschafter mit Frieden empfing" (Heb. 11:31). Ihre Werke kamen aus ihrem Glauben, dass Jewe, der Elohim Israels – wie auch

Israel bekannte (5. Mose 4:39) –, der einzige und wahre Elohim in den Himmeln und auf der Erde ist (Vers 11) und dass Er das Land Seinem Volk Israel bereits gegeben hat (Vers 9).

 

Kapitel 3


Der Zug durch den Jordan


1 Und Josua stand früh am Morgen auf, und sie zogen von der (Stadt) Schithim weg und kamen bis zum Jordan, er und alle Söhne Israels; und sie nächtigten dort, ehe sie hinübergingen.
2 Und es geschah am Ende von drei Tagen, da gingen die Vorsteher durch das Innere des Lagers.
3 Und sie geboten dem Volk, sprechend: Sowie ihr die Lade des Bundes Jewes, eures Elohims, seht und die sie tragenden Priester, die Leviten, so zieht ihr weg, ja ihr, von eurem Ort und wandelt hinter ihr her.
4 – jedoch sei eine Entfernung von etwa 2000 Ellen im Maß zwischen euch und ihr; nicht nahet ihr ihr –, damit ihr den Weg erkennt, den ihr gehen sollt, denn den Weg seid ihr weder gestern noch ehegestern gegangen.
5 Und Josua sprach zu dem Volk: Heiligt euch, denn morgen wird Jewe in eurer Mitte Wunder tun.
6 Und Josua sprach zu den Priestern, sprechend: Tragt die Lade des Bundes und geht angesichts des Volks hinüber. Und sie trugen die Lade des Bundes und gingen angesichts des Volks.
7 Und Jewe sprach zu Josua: An diesem Tag beginne Ich, dich groß zu machen in den Augen ganz Israels, das erkennen wird, dass Ich so, wie ich mit Mose war, auch mit dir bin.
8 Und du, du gebietest den Priestern, die Lade des Bundes tragen, sprechend: Sowie ihr an den Rand der Wasser des Jordans kommt, (bleibt) ihr im Jordan stehen.
9 Und Josua sprach zu den Söhnen Israels: Kommt herzu hierher, und hört die Worte Jewes, eures Elohims.
10 Und Josua sprach: An diesem werdet ihr erkennen, dass der lebendige El in eurer Mitte ist: entrechten, ja entrechten weg von eurem Angesicht wird Er den Kanaaniter und den Hetiter und den Hiwiter und den Perisiter und den Girgasiter und den Amoriter und den Jebusiter.
11 Da! Die Lade des Bundes des Herrn der ganzen Erde geht euch angesichts im Jordan hinüber.
12 Und nun, nehmt euch zwölf Mann aus den Stämmen Israels, je einen Mann, ja je einen Mann für den Stamm.
13 Und es wird geschehen: Sowie die Fußsohlen der Priester, die die Lade Jewes, des Herrn der ganzen Erde, tragen, in den Wassern des Jordans ruhen, werden die Wasser des Jordans abgeschnitten, die von oben hinabfließenden Wasser, und sie stehen wie ein Wall.
14 Und es geschah: Als das Volk aus seinen Zelten wegzog, um über den Jordan zu gehen, da trugen die Priester die Lade des Bundes angesichts des Volks.
15 Und als die die Lade Tragenden bis zum Jordan kamen und die Füße der Priester, die die Lade trugen, in den Rand der Wasser hineingetaucht waren – aber der Jordan ist alle Tage der Ernte über all seine Ufer hinaus gefüllt ,
16 da standen die von oben hinabfließenden Wasser; sie standen hoch auf wie ein Wall, überaus weit entfernt, bei der Stadt Adam, die an der Seite Zaretans liegt. Und die zum Meer der Steppe, zum Salzmeer hinabfließenden Wasser gingen völlig zu Ende, ja wurden abgeschnitten, und das Volk ging hinüber Jericho gegenwärtig.
17 Und die Priester, die die Lade des Bundes Jewes trugen, standen in der Wüstenei (auf dem Trockenen) in der Mitte des Jordans, den Weg bereitend, und ganz Israel, sie gingen hinüber über die Wüstenei, bis die ganze Nation völlig beendet hatte, über den
Jordan zu gehen.
...


Den aufgrund der Schneeschmelze des Hermon reißenden Fluss vor Augen, kündigte Josua ein Wunder an, und Jewe tat es.
Da Israel unbekanntes Gelände betrat, bedurften sie der Führung Jewes. Dessen Anwesenheit war an der Bundeslade sichtbar.
Von ihr war aber ein gewisser Abstand zu halten (Vers 4), vermutlich damit alle sie sahen und ihren Weg darauf ausrichten konnten.

Das Volk hatte sich zu heiligen, um den Wunder Jewes in Reinheit
entgegensehen zu können (Vers 5).
Die Lade ging voran (Vers 11); dies war der Zuspruch, dass Jewe voranging.
Und plötzlich standen die Wasser bei der Stadt Adam, etwa 26 km flussaufwärts, nahe der Mündung des Jabok. Sie standen wie ein Wall, etwa so, wie sie vierzig Jahre zuvor beim Auszug aus Ägypten im Schilfmeer standen (2. Mose 15:8; Ps. 78:13), Den gesamten Zeitraum, den etwa zwei Millionen Menschen zur Überquerung des Jordans brauchten, befand sich die Lade in der Mitte des Flusses; alle sahen: Jewe ist gegenwärtig, Er hält das Flussbett frei, Er tut dieses Wunder!
Es mag sein, muss aber auch gar nicht sein, dass der Fluss durch einen gewaltigen Erdrutsch blockiert wurde. Gott steht alles zu Gebote: Erdmassen wie auch das Wasser alleine. Entscheidend ist, was Jewe ausspricht. Und so war es: „Jewe sprach, und es geschah, Er gebot, und es stand" (Ps. 33:9). Und die Israeliten werden Jewe gepriesen haben: „Groß bist Du und Täter der Wunder, Du, Elohim, Du allein“(Ps. 86:10).


         Das Wunder war vielfältig:

        1. Es war prophetisch angekündigt,
        2. es trat ein;
        3. bemerkenswerterweise auf die Sekunde genau;
        4. das Flussbett war weder weich noch voll Geröll, sondern
        trocken und fest, sodass Menschen, Tiere und Wagen überhaupt
        vorwärts kamen, ja der Übergang sogar schnell vor sich ging
        (Jos. 4:10);
        5. die Wasser kamen nach der Durchquerung sofort zurück (Jos.         4:18).

 

Kapitel 4

Zwölf Gedenksteine aus dem und in dem Jordan


1 Und es geschah, als die ganze Nation völlig beendet hatte, über den Jordan zu gehen, da sprach Jewe zu Josua, sprechend:
2 Nehmt euch aus dem Volk zwölf Mannen, je einen Mann, ja je einen Mann aus dem Stamm,
3 und gebietet ihnen, sprechend: Tragt euch zwölf Steine von dieser Stelle aus der Mitte des Jordans, von der Stelle, wo die Füße der Priester (den Weg) bereiteten, und führt sie mit euch hinüber und ihr belasst sie im Nachtlager, in dem ihr die Nacht nächtigen werdet.
4 Und Josua rief den zwölf Männern, die er aus den Söhnen Israels bereitet hätte, je einen Mann, ja je einen Mann aus dem Stamm.
5 Und Josua sprach zu ihnen: Geht hinüber angesichts der Lade Jewes, eures Elohims, zur Mitte des Jordans, und nehmt euch Steine hoch, ein jeder einen Stein auf seine Schulter, der Zahl der Stämme der Söhne Israels (entsprechend),
6 damit dies ein Zeichen in eurer Mitte wird. So denn eure Söhne morgen (künftig) fragen, sprechend: Was (bedeuten) euch diese Steine?,
7 so sprecht ihr zu ihnen: Dass die Wasser des Jordans aufgrund des Angesichts der Lade des Bundes Jewes abgeschnitten wurden; als sie im Jordan hinüberging, wurden die Wasser des Jordans abgeschnitten. Und so sind diese Steine den Söhnen Israels zum Gedenkzeichen bis zum Äon.
8 Und die Söhne Israels taten so, wie Josua geboten hatte, und trugen zwölf Steine aus der Mitte der Jordans heraus, so wie Jewe zu Josua geredet hatte, der Zahl der Stämme der Söhne Israels entsprechend; und sie führten sie mit sich hinüber zu dem Nachtlager und beließen sie dort.
9 Und (außerdem) stellte (häufte) Josua zwölf Steine in der Mitte des Jordans auf an der Stelle, wo die Füße der Priester waren, die die Lade des Bundes trugen; und sie waren dort bis zu diesem Tag.
10 Und die Priester, die die Lade trugen, standen in der Mitte des Jordans, bis all die Sachen völlig beendet waren, die Jewe dem Josua geboten hatte, zu dem Volk zu sprechen gemäß allem, was Mose dem Josua geboten hatte. Und das Volk war schnell und ging hinüber.
11 Und es geschah, als all das Volk völlig beendet hatte, hinüberzugehen, da gingen die Lade Jewes und die Priester angesichts des Volks hinüber.
12 Und die Söhne Rubens und die Söhne Gads und die Hälfte des Stammes Manasse gingen in Fünf-Mann-Kampfgruppen angesichts der Söhne Israels hinüber, so wie Mose zu ihnen geredet hatte.
13 Etwa 40.000 (von diesen Stämmen) zum Heeresdienst (von anderen Aufgaben) Freigestellte gingen angesichts Jewes hinüber zum Streit auf die Steppen Jerichos zu.
...


Dieser Bericht fügt dem Kapitel drei einige Einzelheiten hinzu, die zur gleichen Zeit geschahen. In Kapitel 3:12 war nur von zwölf zu bestellenden Männern die Rede, hier aber erfuhren wir Näheres.

Die Stämme Ruben, Gad und halb Manasse hatten ihr Losland östlich des Jordans bereits eingenommen. Sie halfen den anderen Stämmen nun bei der Eroberung ihrer Losteile gemäß dem Gebot des Mose (4. Mose 32:20 - 22; Jos. 1:14, 15).


Als alles vollendet war, verließen die Priester mit der Lade als letzte das Flussbett, und die Wasser strömten wieder reißend. Das war ein gewaltiger Anblick. Nun gab es kein Zurück mehr.

Israel sollte dieses Wunder nie vergessen. Es ist auch uns zum Zuspruch. Denn all das was vorher geschrieben wurde, ist gerade uns zur Belehrung geschrieben worden, damit wir durch Ausharren und durch den Zuspruch der Schriften Zuversicht haben mögen (Röm. 15:4).

Auswirkungen in Israel und unter den Völkern


14 An jenem Tag machte Jewe den Josua in den Augen ganz Israels groß, und sie fürchteten ihn, so wie sie Mose alle Tage seines Lebens gefürchtet hatten.
15 Und Jewe sprach zu Josua, sprechend:
16 Gebiete den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, dass sie aus dem Jordan heraufsteigen.
17 Und Josua gebot den Priestern, sprechend: Steigt herauf aus dem Jordan.
18 Und es geschah beim Heraufsteigen der Priester, die die Lade des Bundes Jewes aus der Mitte des Jordans heraustrugen, als die Fußsohlen der Priester zur Wüstenei des Landes hin abgezogen waren, da kehrten die Wasser des Jordans zu ihrem Ort zurück und gingen wie gestern und ehegestern über all seine Ufer.
19 Und das Volk stieg herauf aus dem Jordan am zehnten Tag des ersten Monats (Nisan; März/April) (1420 v. Chr.), und sie lagerten in Gilgal östlich des Randes von Jericho.

20 Und diese zwölf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten, stellte Josua in Gilgal auf.
21 Und er sprach zu den Söhnen Israels, sprechend: So eure Söhne morgen (künftig) ihre Väter fragen, sprechend: Was (bedeuten) diese Steine?,
22 so lasst ihr eure Söhne erkennen, sprechend: Im Trockenen ging Israel über diesen Jordan,
23 da Jewe, euer Elohim, die Wasser des Jordans aufgrund eures Angesichts vertrocknen ließ, bis ihr hinübergegangen wart, so wie Jewe, euer Elohim, dem Meer des Schilfs getan hatte, das Er vertrocknen ließ aufgrund unseres Angesichts, bis wir hinübergegangen waren,
24 damit alle Völker der Erde die Hand Jewes erkennen, dass sie mächtig ist, damit ihr Jewe, euren Elohim, all die Tage fürchtet.
...


Nun war es Josua, dem Jewe es gewährt hatte, in einer dem Mose annähernd vergleichbaren Weise vom ganzen Volk als groß geehrt und gefürchtet zu werden (Vers 14).


Der Anfang und das Ende der vierzigjährigen Wanderung waren von gewissermaßen gleichen Wundern gekennzeichnet. Am 10. Nisan 1420 v. Chr. waren sie durch den Jordan gegangen (Vers 19). Im Jahre 1460 v. Chr. war der 10. Nisan der Tag gewesen,
an dem sie das Passahlamm ausgesucht hatten (2. Mose 12:3).
Israel lagerte in Gilgal, etwa zwei bis drei Kilometer nordöstlich von Jericho.

Damals kamen alle Völker des Orients, und heute kommen alle Völker der Erde eingedenk der Durchquerung des Schilfmeers sowie des Jordans zur Erkenntnis der Macht und Herrlichkeit Jewes, des Elohims Israels (Vers 24; vgl. Röm. 9:17).

Kapitel 5

Die Beschneidung und das Passah in Gilgal


1 Und es geschah: Als alle Könige des Amoriters, die jenseits des Jordan meerwärts, und alle Könige des Kanaaniters, die an dem Meer waren, hörten, dass Jewe die Wasser des Jordans aufgrund des Angesichts der Söhne Israels vertrocknen ließ, bis sie hinübergegangen waren, da zerfloss ihr Herz, und es war kein Geist (Mut) mehr in ihnen aufgrund des Angesichts der Söhne Israels.
2 In jener Zeit sprach Jewe zu Josua: Mache dir Messer aus Felsen und tue es wiederum: Beschneide die Söhne Israels zum zweiten Mal.
3 Und Josua machte sich Messer aus Felsen und beschnitt die Söhne Israels am Hügel der Vorhäute.
4 Und dies ist die Sache, dass Josua sie beschnitt: All das Volk, das aus Ägypten ausgezogene, die Männlichen, alle Mannen des Streits, waren in der Wildnis gestorben auf dem Weg ihres Auszugs aus Ägypten.
5 Denn Beschnittene waren die Herausgehenden, ja all das Volk; aber all das Volk, das in der Wildnis geboren wurde, ja auf dem Weg ihres Herausgehens aus Ägypten, hatte man nicht beschnitten.
6 Denn vierzig Jahre wandelten die Söhne Israels in der Wildnis, bis die ganze Nation der Mannen des Streits, die aus Ägypten ausgezogen waren, ihr volles Ende (gefunden) hatte, die nicht auf die Stimme Jewes gehört hatten, denen Jewe geschworen hatte, sie das Land nimmer sehen zu lassen, das Jewe ihren Vätern zugeschworen hat, es uns zu geben, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
7 Aber ihre Söhne ließ Er an ihrer statt erstehen; sie beschnitt Josua, denn sie hatten Vorhaut, denn man hatte sie auf dem Weg nicht beschnitten.
8 Und es geschah: Als sie völlig beendet hatten, all die Nation zu beschneiden, da blieben sie an ihrer Stätte im Lager, bis sie wieder auflebten (genesen waren).
9 Und Jewe sprach zu Josua: Am heutigen Tag wälzte Ich die Schmach Ägyptens von euch weg. Und man nannte den Namen jenes Ortes Gilgal (Rollwerk, Wälzwall), so ist's bis zu diesem Tag.
10 Und die Söhne Israels lagerten in Gilgal, und sie begingen das Passah am vierzehnten Tag des Monats, am Abend, in den Steppen Jerichos.
11 Und sie aßen vom Ertrag des Landes am Tag nach dem Passah Ungesäuerte (Brote) und Geröstetes, an eben diesem Tag.
12 Und das Manna hörte auf am Tag nach (dem Passah), als sie vom Ertrag des Landes aßen, und nicht gab es noch weiterhin das Manna für die Söhne Israels; und sie aßen in jenem Jahr vom Einkommen des Landes Kanaan.
...


Jetzt wäre der ideale Zeitpunkt für die Kanaaniter gewesen, Israel anzugreifen, aber ihr Geist war bedrückt, sie hatten keine Entschlusskraft mehr (Vers 1); so konnte Israel in Ruhe die Beschneidung vollziehen und das Passah begehen.
Man hatte während der Wanderung nicht mehr beschnitten, weil sie unter dem Gericht Jewes standen (4. Mose 14:34); da sie sich nun aber geheiligt hatten (Jos. 3:5) und die Durchquerung des Jordans tiefe Spuren der Ehrfurcht vor Jewe in ihre Herzen eingeschnitten hatte, durften sie das Zeichen des Bundes wieder tragen. Die Landnahme vor Augen, dachten sie auch daran, dass der mit Abraham geschlossene Bund der Beschneidung eng mit der Verheißung des Landes verbunden war (1. Mose 17:7 - 14). Die Beschneidung war zugleich eine Ermahnung, das Herz zu beschneiden und dem Willen des Fleisches nicht nachzugeben (5. Mose 10:16; 30:6; Jer. 4:4; Röm.
2:28, 29).
Nach dem Übergang über den Jordan war die Schmach Ägyptens von Israel abgewälzt (Vers 9), dass nämlich das Volk in den Augen der Völker nach den Auszug immer noch nicht im verheißenen Land angekommen war. Doch jetzt war der Auszug vollendet!

Nur Beschnittene durften das Passah essen (2. Mose 12:43 - 49). Und nun aßen sie es wie vor vierzig Jahren am 14. Nisan (2. Mose 12:2, 6).

Josua begegnet dem Fürsten des Heeres Jewes

 

13 Und es geschah: Als Josua in dem zu Jericho (gehörenden) Gebiet war, da erhob er seine Augen und sah, und da! Ein Mann stand ihm gegenwärtig, und sein gezogenes Schwert war in seiner Hand. Und Josua ging zu ihm hin und sprach zu ihm: Bist du für uns oder für die uns Bedrängenden?
14 Und er sprach: Nicht so, denn ich bin der Fürst des Heeres Jewes; jetzt eben kam ich. Und Josua fiel wieder, sein Angesicht zum Boden gerichtet, und warf sich (huldigend) hin und sprach zu ihm: Was redet mein Herr zu seinem Diener?
15 Und der Fürst des Heeres Jewes sprach zu Josua: Streife deine Sandalen von deinem Fuß ab, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig. Und Josua tat so.
...


Eine schwere Last lag auf Josua, dem Feldherrn, der die den Zugang nach Kanaan beherrschende, stark befestigte Stadt Jericho, die für eine lange Belagerung ausgerüstet war, ohne Belagerungsmaschinen, Katapulte und bewegliche Türme zuallererst und auf jeden Fall einnehmen musste. Seine Pfeile, Speere und Schleudern waren wie nichts gegen die hohen Mauern.

Da erschien ihm der Fürst des Heeres Jewes, ein Engelfürst. Und Josua durfte erkennen, dass jener der wahre Feldherr war, der den heiligen Krieg für Jewe führte. Damit war der Sieg Israels garantiert! Ein unermesslicher Zuspruch!

Josua erlebte ebenso wie Abraham unter den Götterbäumen Mamres (1. Mose 18:2) und Mose am brennenden Dornbusch eine göttliche Offenbarung. Fast dieselben Worte, die Mose gehört hatte (2. Mose 3:5), erklangen nun dem Josua (Vers 15).

Das himmlische Heer übrigens sah der Prophet Elisa (2. Kön. 6:17), und unser Herr Jesus Christus sprach von zwölf Legionen Engeln, die Sein Vater Ihm bereitstellen könnte (Mat. 26:53).

 

Die Eroberung der Städte Jericho und Ai
(Jos. 6 - 8)

Kapitel 6

 

Die Eroberung Jerichos


1 Und Jericho (hatte ihre Tore) verschlossen, und sie war verschlossen aufgrund des Angesichts der Söhne Israels; da konnte keiner herausgehen und keiner hineinkommen.
2 Und Jewe sprach zu Josua: Siehe, Ich gab Jericho und ihren König in deine Hand, die Mächtigen der Heeres.
3 Und ihr umkreist die Stadt, alle Mannen des Streits, einmal rund um die Stadt; so tust du sechs Tage.
4 Und sieben Priester tragen die sieben Jobel-Schophare angesichts der Lade. Aber am siebenten Tag umkreist ihr die Stadt siebenmal, und die Priester stoßen in die Schophare.
5 Und es geschehe: Im Hinziehen (des Blasens) mit dem Jobel-Horn, wenn ihr den Schall des Schophars hört, dann streitjauchze all das Volk ein großes Streitjauchzen (jubelndes Feldgeschrei), und dann wird die Mauer der Stadt an ihrer Stätte fallen, und das Volk steigt hinauf, jedermann gerade vor sich hin.
6 Und Josua, der Sohn Nuns, rief den Priestern und sprach zu ihnen: Tragt die Lade des Bundes, und sieben Priester tragen sieben  Jobel-Schophare angesichts der Lade Jewes.
7 Und er sprach zu dem Volk: Geht hinüber und umkreist die Stadt, und die (zum Heeresdienst) Freigestellten (der Stämme Ruben, Gad und halb Manasse) gehen angesichts der Lade Jewes hinüber.
8 Und es geschah: Als Josua zu dem Volk gesprochen hatte, da gingen die sieben Priester, die die sieben Jobel-Schophare trugen, angesichts Jewes hinüber und stießen in die Schophare, und die Lade des Bundes Jewes wandelte hinter ihnen.
9 Und die Freigestelltenschaft wandelte vor den Priestern – sie stießen in die Schophare – und die Heeresansammlung wandelte hinter der Lade: ein Wandeln und in die Schophare-Stoßen.
10 Aber dem Volk gebot Josua, sprechend: Nicht streitjauchzt ihr, und nicht lasst ihr eure Stimme hören, und nicht gehe ein Wort aus eurem Mund heraus bis zu dem Tag, an dem ich zu euch spreche: Streitjauchzet!, und dann streitjauchzt ihr.
11 Und die Lade Jewes kreiste einmal rund um die Stadt; und sie kamen zum Lager und nächtigten im Lager.
12 Und Josua stand früh am Morgen auf, und die Priester trugen die Lade Jewes.
13 Und die sieben Priester, die die sieben Jobel-Schophare angesichts der Lade Jewes trugen, wandelten, ja wandelten und stießen in die Schophare, und die Freigestelltenschaft wandelte vor ihnen, und die Heeresansammlung wandelte hinter der Lade Jewes: ein Wandeln und in die Schophare-Stoßen.
14 Und sie umkreisten die Stadt am zweiten Tag einmal und kehrten zurück zum Lager. So taten sie sechs Tage.
15 Und es geschah am siebenten Tag, da standen sie früh auf, als die Schwarzröte (frühe Morgenröte) aufstieg, und umkreisten die Stadt gemäß dieser Bestimmung siebenmal; nur an jenem Tag umkreisten sie die Stadt siebenmal.
16 Und es geschah beim siebenten Mal, da stießen die Priester in die Schophare. Und Josua sprach zu dem Volk: Streitjauchzet, denn Jewe gab euch die Stadt.
17 Und die Stadt wird zum Bannenden (zum In-den-Bann-Bringen-den), sie und alles, was in ihr ist, dem Jewe; nur Rahab, die Hure, bleibe leben, sie und alle, die samt ihr im Haus sind, denn sie versteckte die Beauftragten, die wir entsandt hatten.
18 Aber ihr, nur hütet euch vor dem Bannenden, dass ihr es etwa nicht verbannt und doch von dem Bannenden nehmt und ihr das Lager Israels in den Bann bringt und es zerrüttet.
19 Und alles Silber und Gold und Geräte aus Kupfer und aus Eisen: Heiliges ist er für Jewe, zum Schatz Jewes kommt es.
20 Und das Volk streitjauchzte, und sie stießen in die Schophare. Und es geschah: Als das Volk den Schall des Schophars hörte und das Volk ein großes Streitjauchzen streitjauchzte, da fiel die Mauer an ihrer Stätte, und das Volk stieg hinauf gen die Stadt, jedermann gerade vor sich hin, und sie eroberten die Stadt.
21 Und sie verbannten alles, was in der Stadt war, vom Mann bis zur Frau, vom Jüngling bis zum Alten, bis zum Stier und Lamm und Esel durch den Mund (die Schneide) des Schwertes.

 

...

 

Wieder tat Jewe ein Wunder: die Stadtmauer fiel in sich zusammen, welche physikalischen Kräfte auch immer Er eingesetzt hatte.
Das Maß der abscheulichen Sünden Jerichos war voll (1. Mose 15:16); jetzt hatte sie das gerechte Gericht ereilt.
Die Mauer fiel nicht durch eine militärische Strategie, sondern unter dem Gotteslob der Schophare durch Glauben. In Hebräer 11:30 steht es geschrieben: "Durch Glauben fielen die Mauern von Jericho, nachdem sie sieben Tage lang umkreist wurden."
Die in dem Bericht mehrfach auftretende Siebenzahl hat
die symbolische Bedeutung: Geist, Läuterung, Vollendung. Die Eroberung Jerichos war ein geistliches, ein göttliches Geschehen.
Ein Schophar war ein Widderhorn, das zu besonderen Anlässen, zum Beispiel zu Beginn und Abschluss eines Krieges und zu besonderen Feiern, geblasen wurde. Jobel ist mit Jubel, wörtlich mit Einholendes im Sinne von Einsammelndes zu übersetzen. Im Zusammenhang mit Jericho darf das Einsammeln als das Einnehmen der Stadt verstanden werden.

Die Verschonung Rahabs


22 Und zu den beiden Mannen, die das Land ausspioniert hatten, sprach Josua: Geht in das Haus der Frau, der Hure, und lasst von dort herausgehen die Frau und alle, die ihr angehören, so wie ihr es ihr zugeschworen habt.
23 Da kamen die Jünglinge, die Spione, und veranlassten Rahab und ihren Vater und ihre Mutter und ihre Brüder und alle, die ihr angehörten, herauszugehen; und all ihre Sippen veranlassten sie, herauszugehen und beließen sie außerhalb des Lagers Israels.
24 Und die Stadt verbrannten sie im Feuer und alles, was in ihr war; nur das Silber und das Gold und die kupfernen und eisernen Geräte gaben sie zum Schatz des Hauses Jewes.
25 Aber Rahab, die Hure, und das Haus ihres Vaters und alle, die ihr angehörten, ließ Josua leben, und so wohnt sie inmitten  von Israel bis zu diesem Tag, denn sie hatte die Beauftragten versteckt, die Josua entsandt hatte, um Jericho auszuspionieren.

...

 

Ein weiteres Wunder war, dass das in die Stadtmauer eingebaute Haus der Rahab (Jos. 2:15) nicht zusammengebrochen war. Durch Glauben kam Rahab, die Hure, nicht mit den Widerspenstigen um, weil sie die Kundschafter mit Frieden empfing (Heb. 11:31).
Rahab und ihre Angehörigen wurden nach Fristen der Reinigung in das Volk Israel eingegliedert, und so kam es, dass diese aufgrund ihres Glaubens in der Bibel mehrfach hervorgehobene Frau sogar in die Ahnenreihe Jesu Christi einging (Mat. 1:5).

 

Verdammung des die Stadt wieder Erbauenden

26 Und Josua ließ in jener Zeit schwören, sprechend: Verdammt ist der Mann angesichts Jewes, der aufsteht und diese Stadt Jericho (wieder) baut; als Gegenwert für seinen Erstgeborenen wird er sie gründen und als Gegenwert für seinen Geringen (jüngsten Sohn) ihre Türen aufstellen.
27 Und Jewe war mit Josua, und auf der ganzen Erde horchte man ihm bezüglich auf.
...


Trotz der Ankündigung der Verdammung wurde Jericho wieder aufgebaut. "In seinen Tagen (des Königs Ahab von Israel; 890 - 868 v. Chr.) baute Chiel, der Betheliter, Jericho wieder auf; als Gegenwert für Abiram, seinen Erstling, gründete er sie, und als
Gegenwert für Segib, seinen Geringen, stellte er ihre Türen auf gemäß dem Wort Jewes, das Er durch die Hand Josuas, des Sohnes Nuns, geredet hatte“ (1. Kön. 16:34).
Alles Gelingen Josuas – wir kennen den Grund: Jewe war mit ihm! „Jewe, all unser Tun wirktest Du uns" (Jes. 26:12). Und "wenn Gott für uns ist, wer kann wider uns sein?" (Röm. 8:31).

Kapitel 7


Achans Diebstahl und die Folgen


1 Und die Söhne Israels übertraten, ja übertraten infolge von Bannenden (in Bann Bringendem), und Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, von der Stabschaft Juda nahm von dem Bannenden. Und der Zorn Jewes entbrannte
gegen die Söhne Israels.
2 Und Josua entsandte Mannen von Jericho zur Stadt Ai, die bei Bet-Awen östlich von Bet-El (liegt), und sprach zu ihnen sprechend: Steigt hinauf und spioniert das Land aus. Und die Mannen stiegen hinauf und spionierten die (Stadt) Ai aus.
3 Und sie kehrten zu Josua zurück und sprachen zu ihm: Nicht steige all das Volk hinauf; nur etwa 2.000 Mann oder etwa 3.000 Mann steigen hinauf und schlagen die (Stadt) Ai. Nicht ermüde (mühe sich) all das Volk, dorthin zu kommen, denn ihrer sind wenige.
4 Da stiegen etwa 3.000 Mann von dem Volk dorthin hinauf, aber sie flohen angesichts der Mannen der (Stadt) Ai.
5 Und die Mannen der (Stadt) Ai schlugen von ihnen etwa 36 Mann und verfolgten sie angesichts des Tores bis zu den Steinbrüchen und schlugen sie am Abhang. Da zerfloss das Herz des Volks und wurde zu Wasser.
...


Diese Niederlage nach all den erhebenden Siegen war unfassbar! Die schreckliche Befürchtung kam auf, dass Jewe etwa von ihnen gewichen sein könnte. Dies könnte an Vergehungen des Volkes gelegen haben, schließlich scheiden Sünden zwischen den Menschen und ihrem Elohim (Jes. 59:2), aber davon war im Moment nichts bekannt.

Die Stadt Ai war bedeutsam, weil sie den Weg von Gilgal in das Landesinnere beherrschte. Ai hatte rund 12.000 Einwohner (Jos. 8:25), mithin schätzungsweise etwa 4.000 kriegstüchtige Männer.


Josuas Gebet und Jewes Antwort


6 Und Josua zerlappte seine Gewänder und fiel zur Erde hin auf sein Angesicht angesichts der Lade Jewes bis zum Abend, er und die Ältesten Israels, und sie streuten Staub auf ihr Haupt.
7 Und Josua sprach: Ach, Jewe, mein Herr! Warum hast Du dieses Volk über den Jordan hinübergeführt, ja hinübergeführt, um uns in die Hand des Amoriters zu geben, uns verloren gehen zu lassen. Ja, wenn wir doch geneigt (entschlossen) gewesen wären und nur jenseits des Jordans geblieben wären.
8 Bitte, mein Herr, was soll ich sprechen, nachdem Israel angesichts seiner Feinde das Genick umgewandt hat?
9 Und hören's der Kanaaniter und alle Bewohner des Landes, so werden sie uns umkreisen und unseren Namen von der Erde abschneiden. Und was wirst Du tun für Deinen großen Namen!
10 Und Jewe sprach zu Josua: Steh auf! Warum dies, dass du auf dein Angesicht fällst?
11 Israel verfehlte, und auch noch übergingen sie Meinen Bund, den Ich ihnen gebot, und auch noch nahmen sie von dem Bannenden und auch noch stahlen sie, und auch noch verleugneten sie  und auch noch legten sie's zu ihren Geräten.
12 Und nun werden die Söhne Israels angesichts ihrer Feinde nicht erstehen (emporkommen) können; das Genick werden sie wenden angesichts ihrer Feinde, denn sie wurden zum Bannenden. Nicht setze Ich fort, mit euch zu sein, wenn ihr nicht das Bannende aus eurer Mitte vertilgt.
13 Steh auf, heilige das Volk. Und du sprichst: Heiligt euch für morgen, denn so spricht Jewe, der Elohim Israels: Bannendes ist in deiner Mitte, Israel; nicht kannst du erstehen angesichts deiner Feinde, bis ihr das Bannende aus eurer Mitte weggenommen habt.
14 Und ihr naht euch am Morgen nach euren Stämmen. Und es geschehe: Der Stamm, den Jewe (durch das Los) verfangen wird, naht nach den Sippen; und die Sippe, die Jewe verfangen wird, naht nach den Häusern, und das Haus, das Jewe verfangen wird, naht nach den Mächtigen.
15 Und es geschehe: Der infolge der Bannenden Verfangene wird im Feuer verbrannt, er und alles, was ihm zu eigen ist, denn er überging den Bund Jewes, denn er tat Verruchtes in Israel.
...


Der Grund für die Niederlage lag nicht bei Jewe, sondern bei Israel. Wie konnte ein heiliges Volk nur sündigen? Die Sünde eines Einzelnen diskreditierte das ganze Volk.
Heidnische Gegenstände durften in Israel nicht sein. Das in Jericho entwendete Gut hatte das Volk in den Bann gebracht.
Josua appellierte an den großen Namen Jewes (Vers 9); wenn die Völker diesen nicht mehr achten, werden sie auch den Namen Israels auslöschen.
Dann erklärte Jewe, dass der Schuldige durch das Los ermittelt werden soll (Vers 14). „Im Gewandbausch wird das Los geworfen, aber von Jewe kommt all sein Rechterweis (Spr. 16:33).

Das Gericht an Achan


16 Und Josua stand früh am Morgen auf, und er ließ Israel nahen, nach seinen Stämmen; und (durch das Los) wurde der Stamm Juda verfangen.
17 Und er ließ die Sippen Judas nahen, und (das Los) verfing die Sippe des Sarchiters; und er ließ die Sippe des Sarchiters nahen, nach den Mächtigen, und (durch das Los) wurde Sabdi verfangen.
18 Und er ließ dessen Haus nahen, nach den Mächtigen, und (durch das Los) wurde Achan verfangen, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stab Juda.
19 Und Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, gib doch Herrlichkeit (Ehre) dem Jewe, dem Elohim Israels, und gib Ihm Dank (Lobpreis), und berichte mir doch, was du getan hast; nicht verhehle mir's.
20 Und Achan antwortete dem Josua und sprach: Wahrlich, ich verfehlte gegenüber Jewe, dem Elohim Israels, und gemäß diesem, ja gemäß diesem, tat ich.
21 Und ich sah inmitten der Beute einen guten Pelz aus Schinar (Babel) und 200 Schekel Silber und eine Zunge (längliches Bruchstück) aus Gold, fünfzig Schekel ihr Gewicht, und ich begehrte sie und nahm sie, und da! Sie sind in der Mitte meines Zeltes im Boden vergraben, und das Silber unter ihm (dem Pelz).
22 Und Josua entsandte Beauftrage, und sie liefen zum Zelt, und da! Vergrabenes war in seinem Zelt und das Silber unter ihm (dem Pelz).

23 Und sie nahmen es aus der Mitte des Zelts und brachten es zu Josua und zu allen Söhnen Israels und gossen es angesichts Jewes aus.
24 Und Josua nahm Achan, den Sohn Serachs, und das Silber und den Pelz und die goldene Zunge und seine Söhne und seine Töchter und seinen Stier und seinen Esel und sein Kleinvieh und sein Zelt und alles, was ihm (zu eigen war), und ganz Israel tat´s mit ihm (Josua), und sie brachten sie hinauf zur Tiefebene Achor.
25 Und Josua sprach: Was hast du uns zerrüttet! Nun zerrüttet dich Jewe an diesem Tag. Und ganz Israel überschüttete ihn mit Gestein, und sie verbrannten sie im Feuer und steinigten sie mit Steinen.
26 Und sie ließen ein großes Steingeröll über ihm erstehen; so ist´s bis zu diesem Tag. Und Jewe ließ ab vom Entbrennen Seines Zornes. Darum nannte man den Namen jenes Ortes: Tiefebene Achor (Zerrüttung); so ist's bis zu diesem Tag.
...


Während des Vorgangs der Auslosung hatte Achan Zeit, seine Sünde zu bekennen – ob er überhaupt daran dachte? – und um Gnade zu flehen. Doch erst nach dem Losentscheid gab er alles zu. Seine Schilderung: „ich sah“, „ich begehrte“ und „nahm“ zeigt, wie wichtig das Gebot: „Du sollst nicht begehren" (2. Mose 20:17) ist.
Dann wurde das gerechte Gericht über Achan vollzogen; er und seine Familie, die Mitwisserin gewesen und somit mitschuldig geworden sein muss, wurden gesteinigt und verbrannt samt allem, was ihnen zu eigen war. Jetzt war Israel wieder rein.
Segen und Fluch bezogen stets die ganze Familie mit ein; so erfuhr im Falle der Rahab nicht nur sie, sondern ihre ganze Familie Segen.

 

Kapitel 8


Die Eroberung der Stadt Ai

 

1 Und Jewe sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und sei nicht bestürzt! Nimm mit dir alles Kriegsvolk und steh auf, steige hinauf gen die (Stadt) Ai. Siehe, Ich gab den König von Ai und sein Volk und seine Stadt und sein Land in deine Hand.
2 Und du tust der (Stadt) Ai und ihrem König, so wie du Jericho und ihrem König getan hast; nur dürft ihr dort ihre Beute und ihr Getier für euch plündern. Lege dir Lauerndes (eine lauernde Einheit, einen Hinterhalt) gegen die Stadt, ja hinter ihr.
3 Da stand Josua auf und alles Kriegsvolk, gegen Ai hinaufzusteigen. Und Josua erwählte 30.000 Mann, Mächtige des Heeres, und entsandte sie des Nachts.
4 Und er gebot ihnen, sprechend: Sehet, ihr seid Lauernde der Stadt zu hinter der Stadt, entfernt euch nicht allzu sehr von der Stadt und seid bereit, ja ihr alle.
5 Ich aber und all das Volk, das samt mir ist, wir nahen zu der Stadt. Und es geschehe: So denn sie herausgehen, uns zu begegnen, so wie anfänglich, so fliehen wir ihnen angesichts.
6 Und sie werden herausgehen hinter uns her, bis wir sie von der Stadt abgezogen haben, denn sie werden sprechen: Sie fliehen vor uns, so wie anfänglich; und wir werden ihnen angesichts fliehen.
7. Und ihr, ihr steht dann aus dem Lauernden auf und entrechtet die Stadt, und Jewe, euer Elohim, gibt sie in eure Hand.
8 Und es geschehe: Sowie ihr die Stadt angreift, zündet ihr die Stadt mit Feuer an; gemäß dem Wort Jewes tut ihn. Sehet, ich gebot es euch.
9 Und Josua entsandte sie, und sie gingen in die Lauerstellung und waren zwischen Bet-El und Ai. Und Josua nächtigte in jener Nacht inmitten des Volks.

10 Und Josua stand früh am Morgen auf und bestimmte (musterte) das Volk. Und er stieg hinauf, er und die Ältesten Israels, angesichts des Volks gen Ai.
11 Und all das Kriegsvolk, das mit ihm war, sie stiegen hinauf und (kamen) heran, ja kamen der Stadt gegenwärtig und lagerten nördlich von Ai, und die Schlucht war zwischen ihnen und Ai.
12 Und er nahm etwa 5.000 Mann und legte sie als Lauerndes zwischen Bet-El und Ai an die Meerseite (westlich) der Stadt.
13 Und sie legten das Volk fest, ja all das Heerlager, das nördlich der Stadt war; und er kam westlich der Stadt. Und Josua ging in jener Nacht in die Mitte der Tiefebene.
14 Und es geschah: Als der König von Ai dies sah, da beeilten sich die Mannen der Stadt und standen früh auf und gingen hinaus, Israel zum Streit zu begegnen, er und all sein Volk, zur bezeugten Zeit, angesichts der Steppe. Er aber, er erkannte nicht, dass ihm hinter der Stadt ein Lauerndes (ein Hinterhalt) war.
15 Und Josua und ganz Israel ließen sich plagen (scheuchen) ihnen angesichts und flohen den Weg zur Wildnis.
16 Und all das Volk, das in der Stadt war, wurde wehschreiend herbeigerufen, (sie) zu verfolgen, hinter ihnen her; und sie verfolgten hinter Josua her und wurden von der Stadt abgezogen.
17 Und es verblieb keine Mannschaft in Ai und Bet-El, die nicht hinter Israel her hinausgingen; und sie ließen die Stadt geöffnet zurück und verfolgten hinter Israel her.
18 Da sprach Jewe zu Josua: Strecke den Wurfspieß, der in Deiner Hand ist, auf Ai zu aus, denn ich gebe sie in deine Hand. Und Josua streckte den Wurfspieß, der in seiner Hand war, zur Stadt hin aus.

19 Und das Lauernde stand schnell auf von seinem Ort, und sie liefen, als er seine Hand ausstreckte, und kamen in die Stadt und eroberten sie; und sie waren schnell und zündeten die Stadt mit Feuer an.
20 Und die Mannen von Ai wandten sich nach hinten und sahen, und da! Der Rauch der Stadt stieg hinauf gen die Himmel, und sie konnten beidseitig nicht gen da oder gen da fliehen, aber das gen die Wildnis fliehende Volk wandte sich um auf die Verfolger zu.
21 Und als Josua und ganz Israel sahen, dass das Lauernde die Stadt erobert hatte und dass der Rauch der Stadt hinaufstieg, da kehrten sie um und schlugen die Mannen von Ai.
22 Und diese (aus dem Hinterhalt) gingen heraus aus der Stadt, ihnen zu begegnen; und jene waren in der Mitte von Israel, indem diese von dieser und diese von dieser (anderen Seite kamen); und sie schlugen sie, ohne dass einer ihm (dem König von Ai) einen Überlebenden oder einen Entronnenen verbleiben ließ.
23 Und den König von Ai ergriffen sie lebend und brachten ihn zu Josua.
24 Und es geschah: Als Israel vervollständigt (zum Abschluss gebracht) hatte, alle Bewohner von Ai im Gefild der Wildnis umzubringen, in der sie sie verfolgt hatten, und sie, ja sie alle, gefallen waren durch den Mund (die Schneide) des Schwertes, bis sie völlig dahin waren, da kehrte ganz Israel nach Ai zurück und schlugen sie
durch den Mund des Schwertes.
25 Und es war: All die Gefallenen jenes Tages, vom Mann bis zur Frau, waren 12.000, alle Mannen von Ai.
26 Und nicht wandte Josua seine Hand um, die er mit dem Wurfspieß ausgestreckt hatte, bis er alle Bewohner von Ai verbannt (vernichtet) hatte.
27 Nur das Getier und die Beute jener Stadt plünderte Israel für sich gemäß dem Wort Jewes, das Er dem Josua geboten hatte.
28 Und Josua verbrannte die (Stadt) Ai und machte sie für äonisch zum Abhang (Hügel), ja zur Öde; so ist's bis zu diesem Tag.
29 Aber den König der (Stadt) Ai hängte er an einem Baum auf bis zur Zeit des Abends. Und als die Sonne unterging, gebot Josua, und sie nahmen seine Leiche vom Baum herab und warfen sie zur Öffnung des Tores der Stadt und erstellten über ihm ein großes Geröll von Steinen (einen Steinhaufen); so ist's bis zu diesem Tag.
...


  Und dies ist genau die Bedeutung des Namens Ai: Schutthaufen.


Bau eines Altars und Lesung der Tora


30 Damals baute Josua dem Jewe, dem Elohim Israels, einen Altar auf dem Berg Ebal,
31 so wie Mose, der Diener Jewes, den Söhnen Israels geboten hatte, gemäß dem im Schriftstück der Tora (Zielanweisung) Aufgeschriebenen, einen Altar aus vollkommenen (unbearbeiteten) Steinen, über die man das Eisen nicht geschwenkt (geschwungen) hatte. Und sie weihten auf ihm Hinaufzuweihende (Brandopfer) dem Jewe hinauf und opferten Friedensgaben.
32 Und er schrieb dort auf die Steine eine Abschrift der Tora Moses, die jener angesichts der Söhne Israels geschrieben hatte.
33 Und ganz Israel und seine Ältesten und die Vorsteher und seine Richter standen diesseits und diesseits der Lade, den Priestern, den Leviten, gegenüber, gen die die Lade des Bundes Jewes Tragenden, wie der Gastsasse, so der Eingeborene: die eine Hälfte dem Berg Garizim zugegen und die andere Hälfte dem Berg Ebal zugegen, so
wie Mose, der Diener Jewes, das Volk Israel anfänglich zu segnen geboten hatte.
34 Und danach rief er all die Worte der Tora aus, die Segnung und den Fluch, gemäß all dem im Schriftstück der Tora Aufgeschriebenen.
35 Da war kein Wort von allem, was Mose geboten hatte, das Josua nicht ausrief der gesamten Versammlung Israels gegenwärtig und den Frauen und den kleinen Kindern und dem in ihrer Mitte wandelnden Gastsassen.
...


Mit dieser feierlichen Versammlung zu Beginn der Landnahme schwor nun auch Josua das Volk wieder auf die Tora ein. Mose hatte dies geboten: „Und es geschehe: So denn Jewe, dein Elohim, dich zu dem Land bringt, wohin du kommst, es zu errechten, es gibst du die Segnung auf den Berg Garizim und den Fluch auf den Berg
Ebal" (5. Mose 11:29). Diese Berge liegen bei Sichem, wo auch Abraham einen Altar gebaut hatte (1. Mose 12:6, 7).
Der Altar musste aus unbearbeiteten, also von Menschenwerken unberührten Steinen sein, wie 2. Mose 20:25 sagt: „Wenn du Mir aber einen Altar aus Steinen machst, baust du sie nicht als Quader (mithin behauen); so du denn dein Schwert über ihn geschwenkt hast, so hast du ihn (den Stein) entheiligt! Wir dürfen annehmen
dass nicht nur die zehn Gebote auf die Steine geschrieben wurden, sondern noch weitere wichtige Teile des Gesetzes des Mose.
Was sich dann vor dem ganzen Volk abspielte, wird uns in
 5. Mose 27:11 - 13 geschildert: „Und Mose gebot dem Volk an jenem Tag, sprechend: Diese stellen sich auf dem Berg Garizim auf, um das Volk zu segnen, wenn ihr über den Jordan gegangen seid: Simeon und Levi und Juda und Issakar und Joseph und Benjamin. Und diese stellen sich auf dem Berg Ebal auf, wider den Fluch: Ruben, Gad und Ascher und Sebulon, Dan und Naphtali." Die Segnungen für den Fall des Gehorsams und der Fluch im Falle der Untreue sind in 5. Mose 28:2 - 14 und 15 - 68 im Einzelnen verzeichnet.
Die Gastsassen sind in alles einbezogen, wie zum Beispiel Rahab und ihre Familie und die Keniter. "Und die Söhne des Keniters, des Schwagers Moses, waren samt den Söhnen Judas aus der Palmenstadt (Jericho) hinaufgestiegen zur Wildnis Juda, die südlich von Arad (liegt); und er (der Keniter, d.h. alle Keniter) ging hin und wohnte samt dem Volk" (Ri. 1:16).
Allen war nach dieser großen Feier und der Verlesung der Tora klar, dass ihr weiteres Wohlergehen von ihrer Haltung zum Gesetz abhing.

 

Die List der Gibeoniter und der Kampf um Gibeon
(Jos. 9-12)

 

Kapitel 9


Wie sich die Gibeoniter retteten

 


1 Und es geschah: Als all die Könige es hörten, die jenseits des Jordans waren, im Bergigen und in der Niederung und in jedem Hafen des großen Meeres, dem Libanon zugegen, der Hetiter und der Amoriter, der Kanaaniter, der Perisiter, der Hiwiter und der Jebusiter,
2 da scharten sie sich zusammen, um vereint mit Josua und mit Israel zu streiten.
3 Und die Bewohner Gibeons hörten, was Josua der (Stadt) Jericho und der (Stadt) Ai getan hatte.
4 Da handelten sie, auch noch sie, mit List und gingen und gaben sich als Dringliche (Boten mit dringlichem Auftrag) aus. Und sie nahmen vernützte Säcke für ihre Esel und vernützte und zerspaltene (rissige) und (gegen Bersten) umbundene Weinschläuche;
5 und vernützte und fleckige Sandalen waren an ihren Füßen und vernützte Tücher auf ihnen; und alles Brot ihrer Zehrung, es war ausgetrocknet, ja zu Bröseln geworden.
6 Und sie gingen zu Josua zu dem Lager gen die (Stadt) Gilgal und sprachen zu ihm und zur Mannschaft Israels: Aus fernem Land kommen wir, und nun, schneidet mit uns einen Bund!
7 Und die Mannschaft Israels sprach zu dem Hiwiter: Vielleicht wohnst du in meiner Mitte, wie also sollte ich dir einen Bund schneiden?
8 Und sie sprachen zu Josua: Deine Diener sind wir. Und Josua sprach zu ihnen: Wer seid ihr und woher kommt ihr?
9 Und sie sprachen zu ihm: Aus sehr fernem Land kommen deine Diener zum Namen Jewes, deines Elohims, hin, denn wir hörten die Kunde von Ihm und allen, was Er in Ägypten tat,
10 und alles, was Er den beiden Königen des Amoriters getan hat, die jenseits des Jordans waren, dem Sichon, dem König Hesbons, und dem Og, dem König von Basan, der in Aschtarot war.
11 Da sprachen unsere Ältesten zu uns und alle Bewohner unseres Landes, sprechend: Nehmt Speise in eure Hand für den Weg, und gehet, ihnen zu begegnen, und ihr sprecht zu ihnen: Eure Diener sind wir, und nun schneidet uns einen Bund.
12 Dieses unser Brot, erhitzt packten wir es ein aus unseren Häusern am Tag unseres Hinausgehens, um zu euch zu gehen; und nun, da! Es trocknete aus und wurde zu Bröseln.
13 Und diese Schläuche des Weins, die wir als neue füllten, und da! Sie wurden rissig. Und diese unsere Tücher und unsere Sandalen vernützten sich aufgrund des überaus langen Weges.
14 Und die Mannen (Israels) nahmen (prüfend) von deren Speise, aber den Mund (Bescheid) Jewes erfragten sie nicht.
15 Und Josua machte mit ihnen Frieden und schnitt ihnen einen Bund, sie am Leben zu erhalten, und die Würdenträger der Zeugenschar schworen ihnen.
16 Und es geschah am Ende von drei Tagen, nachdem sie ihnen einen Bund geschnitten hatten, da hörten sie, ja das Volk, dass jene ihm Nahe waren und sie in ihrer Mitte wohnten.

17 Und die Söhne Israels zogen weiter und kamen am dritten Tag zu ihren Städten; und ihre Städte waren Gibeon und Kephira und Beerot und Kirjat Jearim.
18 Und die Söhne Israels erschlugen sie nicht, denn die Würdenträger der Zeugenschar hatten ihnen bei Jewe, dem Elohim Israels, geschworen. Da murrte die ganze Zeugenschar wider die Würdenträger.
19 Und all die Würdenträger sprachen zur ganzen Zeugenschar: Wir, wir schworen ihnen bei Jewe, dem Elohim Israels, und nun, nicht können wir sie berühren.
20 Dies tun wir ihnen und lassen sie leben, sodass nicht Grimm wider uns ersteht aufgrund des Schwurs, den wir ihnen schwuren.
21 Und die Würdenträger sprachen zu ihnen: Sie bleiben leben! Und sie wurden Baumfäller und Wasserschöpfer für die ganze Zeugenschar, so wie die Würdenträger sie betreffend geredet hatten.
22 Und Josua rief sie und redete zu ihnen, sprechend: Warum habt ihr uns betrogen, sprechend: Sehr Ferne sind wir von euch!, und doch wohnt ihr in unserer Mitte.
23 Und nun, Verdammte seid ihr, und nicht werde abgeschnitten aus euch der Diener und die Baumfäller und die Wasserschöpfer für das Haus meines Elohims.
24 Und sie antworteten dem Josua und sprachen: So denn ist´s: Berichtet, ja berichtet wurde deinen Dienern, was Jewe, dein Elohim, Seinem Diener Mose gebot, euch all das Land zu geben und alle Bewohner des Landes zu vertilgen, weg von eurem Angesicht. Da fürchteten wir uns überaus bezüglich unserer Seelen aufgrund
eures Angesichts und taten diese Sache.
25 Und nun, da! Wir sind in deiner Hand; gemäß dem Guten und gemäß dem in deinen Augen Geraden, uns zu tun, tue.
26 Und er tat ihnen so, und er barg sie, weg von der Hand der Söhne Israels, und sie brachten sie nicht um.
27 Und Josua gab sie an jenem Tag als Baumfäller und Wasserschöpfer für die Zeugenschar und für den Altar Jewes bis zu diesem Tag, jeweils zu dem Ort, welchen Er erwählen wird.
...

 

Die Völker Kanaans fassten wieder Mut und vereinigten sich zum gemeinsamen Kampf gegen Israels (Verse 1 + 2); über die Schlachten wird in den Kapiteln 10 und 11 berichtet.

Die Gibeoniter aber suchten auf eine andere Weise zu überleben: Sie griffen zu einer List (Vers 4), wohl weil sie gehört hatten, dass Mose nur die Vernichtung der Völker Kanaans geboten hatte, nicht aber ferner Völker (5. Mose 20: 12 - 16).

Die Führungskräfte Israels ließen sich überzeugen, obwohl die Unbekannten kein Beglaubigungsschreiben ihres Königs vorgelegt, sondern als Beweis für ihre Behauptung nur vergammelte Dinge vorzuweisen hatten. Der Fall schien klar zu sein, sodass man nicht auf den Gedanken kam, Jewe zu befragen (Vers 14).  Handeln wir nicht oft ebenfalls so, einfach nach unserem Urteilsvermögen, ohne nachzuschlagen, was unser Herr, Christus Jesus, durch Paulus der jetzigen Gemeinde zur gegenwärtigen Zeit sagt?

Der Hohepriester hätte die Wahrheit sofort ans Licht bringen können, indem er die Urim („Erlichtungen; Ja!) und die Tumim („Vollendungen“; Nein!), die beiden (womöglich jeweils aufleuchtenden) Edelsteingruppen in seinem Ephod (Umbund mit Brustschild), befragte (2. Mose 28:30; 4. Mose 27:21; 1. Sam. 30:7, 8).

Nach drei Tagen entdeckte Israel die Städte der Gibeoniter, südwestlich von Ai gelegen. Eine falsche Zunge besteht nicht lange (Spr. 12:19). Das Volk wollte die Betrüger erschlagen, die Würdenträger Israels aber sahen sich an ihren Schwur gebunden.
So wurden die Gibeoniter verdammt, und zwar zu dauernder Knechtschaft (Vers 23). Dies wurde ihnen in ihrer bereitwilligen Unterordnung gleichwohl zum Segen, da sie am Hause Jewes dienen durften, welchen Ort dafür Jewe auch immer erwählen würde (Vers 27; 5. Mose 12:5, 11). Jewe stand kurz darauf den bedrängten Gibeonitern, deren Gebiet wie ein Keil zwischen den verbündeten kanaanitischen Staaten war, sogar bei und tat dabei zwei gewaltige Wunder (Jos. 10:1 - 10 und 11 - 14).

Josua kommt der bedrängten Stadt Gibeon zu Hilfe


1 Und es geschah: Als Adoni-Zedek, der König Jerusalems, hörte, dass Josua die (Stadt) Ai erobert und sie verbannt hatte – denn so wie er der (Stadt) Jericho und ihrem König getan hatte, ebenso tat er der (Stadt) Ai und ihrem König –, und dass die Bewohner Gibeons mit Israel Frieden gemacht hatten und (nun) in ihrer Mitte waren,
2 da fürchteten sie sich überaus; denn Gibeon war eine große Stadt wie eine der Städte des Königreichs, und sie war größer als die (Stadt) Ai, und all ihre Mannen waren Mächtige (Tüchtige, Wehrhafte).
3 Und Adoni-Zedek, der König Jerusalems, entsandte zu Hoham, dem König Hebrons, und zu Piram, dem König Jarmuts, und zu Japhia, dem König Lachischs, und zu Debir, dem König Eglons, sprechend:
4 Steigt herauf zu mir und helft mir, sodass wir Gibeon schlagen, denn sie machte Frieden mit Josua und mit den Söhnen Israels.
5 Da versammelten sich und stiegen hinauf die fünf Könige des Amoriters: der König Jerusalems, der König Hebrons, der König Jarmuts, der König Lachischs, der König Eglons, sie und all ihr Heerlager; und sie lagerten wider Gibeon und stritten wider sie.
6 Und die Mannen Gibeons entsandten zu Josua zu dem Lager gen die (Stadt) Gilgal, sprechend: Dass deine Hände nicht erschlaffen, weg von deinen Dienern; steige schnell herauf zu uns und rette uns und hilf uns, denn wider uns scharten sich zusammen alle Könige des Amoriters, die Bewohner des Berglands.
7 Und Josua stieg hinauf von der (Stadt) Gilgal, er und alles Kriegsvolk mit ihm und alle Mächtigen des Heeres.
8 Und Jewe sprach zu Josua: Fürchte (dich) nicht vor ihnen, denn ich gab sie in deine Hand; niemand von ihnen wird gegen dein Angesicht bestehen.
9 Und Josua kam zu ihnen, urplötzlich; die ganze Nacht war er von der Gilgal her hinaufgestiegen.
10 Und Jewe tummelte (scheuchte) sie (die Amoriter) angesichts Israels hin. Und Er schlug sie mit einem großen Schlag bei der (Stadt) Gibeon und verfolgte sie den Weg gen den Aufstieg gen Bet Choron und schlug sie bis Aseka und bis Makeda.
...


Es geschah, wie es geschrieben steht: „Nicht mit ihrem Schwert errechteten sie das Land, und nicht ihr Arm rettete sie, sondern Deine Rechte und Dein Arm und das Licht Deines Angesichts, denn Du hattest Wohlgefallen an ihnen" (Ps. 44:4; 5. Mose 20:4).

 

Der Steinhagel und der Stillstand der Sonne

 

11 Und es geschah bei ihrem Fliehen weg vom Angesicht Israels – sie waren am Abstieg (Abhang) von Bet Choron –, da warf Jewe große Steine auf sie von den Himmeln her, bis Aseka, und sie starben. Viele waren's, die infolge des Steinhagels starben, mehr als jene, die die Söhne Israels mit dem Schwert umbrachten.
12 Damals redete Josua zu Jewe, an dem Tag, da Jewe den Amoriter dahingab angesichts der Söhne Israels, und er sprach zu Augen Israels: „Sonne, in Gibeon stehe still, und Mond, in der Tiefebene Ajalon!“
13 Und die Sonne stand still, und der Mond stand, bis die Nation an ihren Feinden Rache genommen hatte – ist dies nicht aufgeschrieben im Schriftstück des Geraden? –, und die Sonne stand in der Mitte der Himmel, und sie war nicht schleunig unterzugehen etwa einen ganzen Tag.
14 Und nicht geschah solches (wieder), wie an jenem Tag zu ersehen war, weder vor ihm noch nach ihm, dass Jewe auf die Stimme eines Mannes hörte, denn Jewe war der für Israel Streitende.

15 Und Josua kehrte zurück und ganz Israel mit ihm zu dem Lager gen die (Stadt) Gilgal.
16 Und diese fünf Könige flohen und versteckten sich in einer Höhle bei der (Stadt) Makeda.
...


Drei Machttaten, drei gewaltige Wunder tat Jewe:

- Er veranlasste den Meteoritenhagel zur rechten Zeit und am rechten Ort;
- Er hieß Sonne und Mond stillstehen;
- Er gab den Kriegern Israels Kraft und Ausdauer für die 6 Stunden vom Morgen bis zum Mittag, für die fast 24 Stunden des Stillstands der Sonne und des Mondes und für die 6 Stunden des Sonnenuntergangs vom Mittag bis zum Abend. Die Kräfte des zukünftigen Äons (Hebr. 6:5) wirkten in den Kämpfern. Es ist durchaus erlaubt zu denken, dass die Erde stillstand; aus der Sicht und in der Ausdrucksweise der Menschen aber standen Sonne und Mond still. Wir sagen ja auch: „Die Sonne geht unter", obwohl dies gar nicht stimmt. Die Positionen der Sonne und der Stadt Gibeon zueinander blieben fast einen ganzen Tag lang unverändert, ebenso die Positionen des Mondes und der Tiefebene Ajalon zueinander.
Auf diese Weise hatte Israel die Zeit, seine Feinde bei Tageslicht wirklich restlos zu vernichten.

Der Lobpreis sei unserem großen und herrlichen und allmächtigen
Gott!
Wenn Jewe spricht, dann läuft die Sonnenuhr rückwärts, wie zur Zeit des erkrankten Königs Hiskia von Juda im Jahr 714 v. Chr. geschehen (2. Kön. 20:8 - 11; Jes. 38:8). Ja, „bei Gott sind alle Dinge möglich" (Mat. 19:26).

Was ist das „Schriftstück des Geraden“, allgemein „Buch des Redlichen“ genannt? Ein nicht erhaltenes dichterisches Werk.

Sonne und Mond waren übrigens Hauptgötter der Kanaaniter; jene mussten dem wahren Gott gehorchen und waren somit nun entthront.

 


Der Tod der fünf Könige

 

17 Und dem Josua wurde berichtet, sprechend: Gefunden wurden die fünf Könige, versteckt in einer Höhle bei der (Stadt) Makeda.
18 Und Josua sprach: Wälzt große Steine zur Mündung  der Höhle und bestimmt Mannen über sie (die Höhle), sie zu hüten.
19 Ihr aber, bleibt nicht stehen! Verfolgt hinter euren Feinden her! Und ihr schlagt ihre Nachzügler, nicht gebt ihr ihnen, zu ihren Städten zu kommen, denn Jewe, euer Elohim, gab sie in eure Hand.
20 Und es geschah: Als Josua und die Söhne Israels sie zu schlagen vervollständigt hatten mit einem überaus großen Schlag, bis sie ganz dahin waren – aber die Überlebenden, die von ihnen überlebten, kamen zu den befestigten Städten ,
21 da kehrte all das Volk zurück zum Lager zu Josua gen Makeda im Frieden; nicht spitzte einer seine Zunge gegen die Söhne Israels, ja gegen jemanden.
22 Und Josua sprach: Öffnet die Mündung der Höhle, und führt diese fünf Könige zu mir heraus aus der Höhle.
23 Und sie taten so und führten diese fünf Könige aus der Höhle zu ihm heraus: den König Jerusalems, den König Hebrons, den König Jarmuts, den König Lachischs, den König Eglons.
24 Und es geschah: Als sie diese Könige zu Josua herausgeführt hatten, da rief Josua all der Mannschaft Israels und sprach zu den Anführern, den Mannen des Streits, denen, die mit ihm wandelten: Nahet, setzt eure Füße auf die Hälse dieser Könige. Da nahten sie und setzten ihre Füße auf ihre Hälse.
25 Und Josua sprach zu ihnen: Fürchtet (euch) nicht und werdet nicht bestürzt, habt Halt und seid gefestigt, denn so wird Jewe all euren Feinden tun, (gegen) die ihr streitet.
26 Und Josua erschlug sie danach also und tötete sie und hängte sie an fünf Bäumen auf; und sie hängten an den Bäumen bis zum Abend.

27 Und es geschah zur Zeit des Untergangs der Sonne, da gebot Josua und (man nahm) sie von den Bäumen herab und warf sie in die Höhle, wo sie sich versteckt hatten. Und man legte große Steine auf die Mündung der Höhle, so ist's bis zu eben diesem Tag.

...

Das Gericht über die Könige war nicht vordringlich. Vorher noch mussten auch die letzten Feinde, die Nachzügler, geschlagen werden. Wenige von ihnen konnten sich in die befestigten Stätte retten.

Leichname durften nicht über Nacht hängen bleiben, damit das Land nicht verunreinigt würde (5. Mose 21:23).

 

Die Eroberung des Südteils von Kanaan

 

28 Und Josua eroberte Makeda an jenem Tag und schlug die Stadt mit dem Mund des Schwertes und ihren König: Er verbannte sie alle und alle Seelen, die in ihr waren, nicht ließ er einen Überlebenden verbleiben; und er tat dem König Makedas so wie er dem König Jerichos getan hatte.
29 Und Josua ging hinüber und ganz Israel mit ihm von Makeda nach Libna; und er stritt gegen Libna.
30 Und Josua gab auch noch sie und ihren König in die Hand Israels. Und Josua schlug sie mit dem Mund des Schwertes und all die Seelen, die in ihr waren, nicht ließ er in ihr einen Überlebenden verbleiben; und er tat ihrem König so wie er dem König Jerichos getan hatte.
31 Und Josua ging hinüber und ganz Israel mit ihm von Libna nach Lachisch; und er lagerte wider sie und stritt gegen sie.
32 Und Jewe gab Lachisch in die Hand Israels; und er eroberte sie am zweiten Tag und schlug sie mit dem Mund des Schwertes und all die  Seelen, die in ihr waren, gemäß allem, was er der (Stadt) Libna getan hatte.
33 Damals stieg Horam, der König Gesers, hinauf, um Lachisch zu helfen. Und Josua schlug ihn und sein Volk, ohne dass er ihm einen Überlebenden verbleiben ließ.
34 Und Josua ging hinüber und ganz Israel mit ihm von Lachisch nach Eglon; und sie lagerten wider sie und stritten wider sie
35 und eroberten sie an jenem Tag und schlugen sie mit dem Mund des Schwerts, und all die Seelen, die in ihr waren, verbannte er an jenem Tag gemäß allen, was er der (Stadt) Lachisch getan hatte.
36 Und Josua stieg hinauf und ganz Israel mit ihm von Eglon nach Hebron; und sie stritten wider sie
37 und eroberten sie und schlugen sie mit dem Mund des Schwertes und ihren König und all ihre Städte und all die Seelen, die in ihr waren; nicht ließ er einen Überlebenden verbleiben gemäß allem, was er der (Stadt) Eglon getan hatte; und er verbannte sie und all die Seelen, die in ihr waren.
38 Und Josua kehrte um und ganz Israel mit ihm gen Debir; und er stritt wider sie
39 und eroberte sie und ihren König und all ihre Städte; und sie schlugen sie mit dem Mund des Schwertes und verbannten all die Seelen, die in ihr waren, nicht ließ er einen Überlebenden verbleiben; so wie er der Hebron getan, so tat er der Debir und ihrem König, und so wie er der Libna getan und ihrem König.
40 Und so schlug Josua all das Land, das Bergland und den Negev (das Land im Süden Israels) und die Niederung und die Hänge und all ihre Könige, nicht ließ er einen Überlebenden verbleiben; und allen Hauch (alle Lebenshauchhabende) verbannte er, so wie Jewe, der Elohim Israels, geboten hatte.

41 Und Josua schlug sie von Kadesch Barnea bis Gaza und all das Land (der Stadt) Goschen bis Gibeon.
42 Und all diese Könige und ihr Land eroberte Josua mit einem Mal, denn Jewe, der Elohim Israels, war der für Israel Streitende.
43 Und Josua kehrte zurück und ganz Israel mit ihm zum Lager nach Gilgal.

...

Jewe war es, der dem Josua mit diesem siegreichen Blitzkrieg gegeben hatte, den Südteil Kanaans zu erobern. Die Verheißung wurde Wirklichkeit: Israel besaß jenes Land, wenn auch die Besiedelung nur schrittweise erfolgen konnte. Es verbleiben allerdings noch einzelne Landstücke: so wurde Jerusalem erst im Jahr 1018
v. Chr. von König David erobert (2. Sam. 5:7).

Einst hatte Jewe die ganze Menschheit außer Noah und seiner Familie ausgerottet; es steht Ihm zu, Gesicht zu üben und zu töten, denn Er macht wieder lebendig (5. Mose 32:39).

 

 

 

Kapitel 11

 

Eroberung des Nordteils von Kanaan

 

1 Und es geschah: Als Jabin, der König Hazors, es hörte, da entsandte er zu Jobab, den König Madons, und zu dem König Schimrons und zu dem König Achschaphs
2 und zu den Königen, die im Norden im Bergland waren und in der Steppe im Süden von Kinerot (Genezaret) und in der Niederung und in den Opferstätten Dors an der Meerseite,
3 zu dem Kanaaniter, gen Sonnenaufgang und gen der Meerseite, und dem Amoriter und dem Hetiter und dem Perisiter und dem Jebusiter im Bergland und dem Hiwiter unten am Hermon im Land des Mizpa.

4 Und sie zogen aus, sie und all ihre Heerlager mit ihnen, viel Volk, wie der Sand, der am Gestade des Meeres ist, eine (große) Menge, und überaus viele Rosse und Wagen.
5 Und all diese Könige wurden aufgefordert zu kommen, und sie kamen und lagerten vereint bei den Wassern Meroms, um gegen Israel zu streiten.
6 Da sprach Jewe zu Josua: Fürchte (dich) nicht aufgrund ihres Angesichts, denn morgen um diese Zeit gebe ich sie alle als Durchbohrte (Erstochene, Erschlagene) angesichts Israels; ihre Rosse verstümmelst (lähmst) du, und ihre Wagen verbrennst du im Feuer.
7 Und Josua und alles Kriegsvolk mit ihm kam über sie gegenüber den Wassern Meroms, urplötzlich, und sie fielen sie an.
8 Und Jewe gab sie in die Hand Israels und sie schlugen sie und verfolgten sie bis zu der großer (Stadt) Sidon und bis Misrephot Majim und bis zum Tal Mizpa im Osten. Und sie schlugen sie, ohne dass Josua ihnen einen Überlebenden verbleiben ließ.
9 Und Josua tat ihnen so wie Jewe zu ihm gesprochen hatte: ihre Rosse verstümmelte (lähmte) er, und ihre Wagen verbrannte er im Feuer.
10 Und Josua kehrte in jener Zeit um und eroberte Chazor, und ihren König erschlug er mit dem Schwert, denn Chazor, sie war vordem die Hauptstadt all dieser Königreiche.
11 Und sie erschlugen all die Seelen, die in ihr waren, mit dem Mund des Schwertes, sie verbannend, nicht wurde irgendein Lebenshauch übrig gelassen; aber Chazor verbrannte er im Feuer.
12 Und all die Städte dieser Könige und all ihre Könige eroberte Josua und schlug sie mit dem Mund des Schwertes, ja er verbannte sie, so wie Mose, der Diener Jewes, geboten hatte.

13 Nur all die auf ihrem Abhang stehenden Städte, sie verbrannte Israel nicht, außer Chazor, sie allein verbrannte Josua.
14 Und alle Beute dieser Städte und das Getier plünderten die Söhne Israels für sich; nur all die Menschen erschlugen sie mit dem Mund des Schwerts, bis sie sie vertilgt hatten, nicht ließen sie irgendeinen Lebenshauch verbleiben.
15 So wie Jewe Seinem Diener Mose geboten hatte, also hatte Mose dem Josua geboten, und so tat Josua; er kehrte sicht nicht ab von einem Wort von allem, was Jewe dem Mose geboten hatte.
16 Und so nahm Josua das ganze Land ein, das Bergland und all den Süden und all das Land der (Stadt) Goschen und die Niederung und die Steppe und das Bergige Israels und seine (Israels) Niederung.
17 Von dem kahlen Bergigen, das gen Seir aufsteigt, bis Baal Gad im Tal des Libanon unter am Bergigen des Hermons, und all ihre Könige fing er und schlug sie und tötete sie.
18 Viele Tage führte Josua Streit gegen all diese Könige.
19 Es gab keine Stadt, die Frieden mit den Söhnen Israels machte, ausgenommen der Hiwiter, die Bewohner Gibeons; die anderen alle nahmen sie im Streit ein.
20 Denn von Jewe war es, dass sie ihrem Herzen Halt gaben, Israel im Streit zu begegnen, um sie zu verbannen ohne Gnade für sie; denn (es ging darum), sie zu vertilgen, so wie Jewe dem Mose geboten hatte.
21 Und Josua kam in jener Zeit und schnitt ab (entfernte gewaltsam) die Anakiter von dem Bergigen, von Hebron, von Debir, von Anab und von allem Bergigen Judas und von allem Bergigen Israels; mit ihren Städten verbannte sie Josua.
22 Nicht einer von den Anakitern wurde im Land der Söhne Israels übrig gelassen, nur in Gaza, in Gat und in Aschdod verblieben sie.
23 Und so nahm Josua das ganze Land ein gemäß allem, was Jewe zu Mose geredet hatte, und Josua gab es Israel als Losteil gemäß der Verteilung auf ihre Stämme. Und das Land hatte Muße, weg vom Streit.
...


Ein gewaltiges Heer hatte sich bei Merom etwa 15 km westlich vom Jordan zwischen Hule-See und See Genezaret gegen Israel versammelt (Vers 4). Ganz gewiss bedurfte Josua jetzt diesbezüglich des besonderen göttlichen Zuspruchs: „Fürchte dich nicht!“(Vers 6).
Seine Taktik war, die Feinde im Lager anzugreifen (Vers 7). Jewe gab ihm den Sieg.
Die sehr bedeutende Stadt Chazor (Verse 1, 10, 11, 13) zerstörte Josua, allen Kanaanitern zum Zeichen, dass es ihnen ebenso ergehen könne.
Die Pferde zu lähmen, ihnen die Fußsehnen durchzuschneiden, und die kriegswichtigen Streitwagen zu verbrennen (Verse 6 + 9), ist nur im Einklang damit zu verstehen, dass Israel sich nicht auf Rosse und Wagen verlassen sollte, sondern auf Jewe (5. Mose 17:16; Jes. 31:1; Sach. 4:6; Ps. 20:7, 8).

Zu den Anakitern (Verse 21 + 22) sei kurz angemerkt, dass sie sehr hochgewachsene Menschen waren. Einst hatten sie die Kundschafter Israels in großen Schrecken versetzt (4. Mose 13:33; 5. Mose 9:2). In Gat verblieben welche; Goliat stammte von dort  (1. Sam. 17).

Schließlich aber war Israel im Besitz des ganzen Landes (Verse 16 + 23), wenn auch noch manche Gebiete, die allerdings keine Macht mehr hatten, nicht eingenommen waren (Jos. 13:1 - 6). Diese zu besetzen, war Aufgabe der einzelnen Stämme nach
der Verlosung des Landes.
Frieden herrschte nun, und Israel konnte in Ruhe mit der Besiedlung beginnen.

 


Kapitel 12

 

Die von Mose besiegten Könige Sichon und Og

 

1 Und dies waren die Könige des Landes, die von den Söhnen Israels erschlagen wurden; und sie errechteten ihr Land jenseits des Jordans gen Aufgang der Sonne, vom Bach Arnon bis zum Bergigen des Hermons und all die Steppe gen Osten:
2 Sichon, der König des Amoriters, thronte in Hesbon (und war) der Herrscher von (der Stadt) Aroer an, die am Ufer des Bachs Arnon (liegt), und zwar von der Mitte des Bachs an und über die Hälfte von Gilead bis zum Bach Jabok, der Grenze der Söhne Amons,
3 und über die Steppe bis zum Meer Kinerot (See Genezaret), ostwärts, und bis zum Meer der Steppe, dem Salzmeer, ostwärts, den Weg gen Bet Hajeschimot und an der rechten Seite unten an den Hängen des (Berges) Pisga.
4 Und das Gebiet Ogs, des Königs von Basan, der vom Überrest der Rephaim, er, der in Aschtarot Wohnende und in Edrei,
5 und er war Herrscher im Bergigen des Hermons und über Salcha und in all dem Basan bis zur Grenze des Geschuriters und des Maachiters und über die Hälfte des Gileads bis zur Grenze Sichons, des Königs Hesbons.

6 Mose, der Diener Jewes, und die Söhne Israels erschlugen sie, und Mose, der Diener Jewes, gab es (das Land) als Errechtetes (rechtmäßig übernommenen Besitz) dem Rubeniter und dem Gaditer und der Hälfte des Stammes des Manasse.
...

 

Der Vollständigkeit halber wird hier die in 4. Mose 21:21 - 35 und 5. Mose 2:24 - 3:11 berichtete, bereits im Jahr 1421 v. Chr. erfolgte Eroberung des Ostjordanlands nochmals angeführt.

Die Rephaim (Vers 4) waren ein Volk, zu dem auch die Anakitergehörten.

 

Liste der von Josua besiegten Könige

 

7 Und dies waren die Könige des Landes, die von Josua und den Söhnen Israels erschlagen wurden jenseits des Jordans, meerwärts von Baal Gad im Tal des Libanons bis zu dem kahlen Bergigen, das gen Seir aufsteigt. Und Josua gab es den Stämmen Israels als Errechtetes gemäß der Verlosung
8 im Bergigen und in der Niederung und in der Steppe und an den Hängen und in der Wildnis und im Süden (im Negev), das des Hetiters, des Amoriters und des Kanaaniters, des Perisiters, des Hiwiters und des Jebusiters:
9 Der König Jerichos: ein König; der König der (Stadt) Ai, die an der Seite von Bet-El (liegt): einer;
10 der König Jerusalems: einer; der König Hebrons: einer;
11 der König Jarmuts: einer; der König Lachischs: einer;
12 der König Eglons: einer; der König Gesers: einer,
13 der König Debirs: einer; der König Geders: einer;

14 der König Chormas: einer; der König Arads: einer;
15 der König Libnas: einer; da König Adulams: einer,
16 der König Makedas: einer; der König Bet-Els: einer;
17 der König Tapuachs: einer; der König Chephers: einer;
18 der König Apheks: einer; der König von Scharon: einer;
19 der König Madons: einer; der König Chazors: einer;
20 der König Schimron Meroons: einer; der König Achschaphs: einer,
21 der König Tanachs: einer; der König Megidos: einer;
22 der König Kedeschs: einer; der König Joknoams vom Karmel: einer;
23 der König Dors, von der Opferstätte Dor: einer; der König Gojims im (Gebiet) Gilgal: einer;
24 der König Tirzas: einer; alle Könige zusammen: einunddreißig.
...


Diese Könige würden wir heutzutage als Stadtoberhäupter bezeichnen. Die Kleinstaaterei erleichterte selbstverständlich die Eroberung.

Israel, das Volk, mit dem Gott noch Großes vorhatte und vorhat, wohnte nun in seinem Land.

 

 

Die Verteilung Kanaans
(Jos. 13-19)


Kapitel 13

 

Die noch nicht eroberten Teile des Landes

 

1 Und Josua war alt, ja hochbetagt, und Jewe sprach zu ihm: Du, du bist alt, ja hochbetagt, und es verblieb eine große Menge Landes, es zu errechten.
2 Dies ist das verbleibende Land: alle Bezirke der Philister und alles des Geschuriters;
3 von dem (Strom) Schichor (vmtl. ein östlicher Nilarm), der angesichts Ägyptens (fließt), bis zur Grenze Ekrons, nordwärts – dem Kanaaniter wird es zugerechnet –, die fünf Fürsten der Philister sind's: der des Gazatiters und des Aschdoditers, des Aschkeloniters, des Gititers und des Ekroniters und der der Awimiter.
4 An der rechten (Seite) (gegen Süden) ist es alles Land des Kanaaniters und Meara, das den Sidoniern (zu eigen ist), bis gen Aphek, bis zur Grenze des Amoriters;
5 und das Land des Gibliters und all der Libanon, gen Aufgang der Sonne, von Baal Gad unten am Bergigen des Hermons bis wenn man gen Chamat kommt;
6 alle Bewohner des Berglands sind's, vom Libanon bis Misrephot Majim, alle Sidonier. Ich, ja Ich werde sie entrechten, weg vom Angesicht der Söhne Israels; nur lasse es Israel als Losteil zufallen, so wie Ich dir gebot.

7 Und nun verteile dieses Land als Losteil den neun Stämmen und der Hälfte des Stammes Manasse.
...


Die Landnahme Josuas war nur ein Anfang. Dies war die Lebensaufgabe Josuas, doch nicht nur dies, sondern nun auch die Zulosung des Landes an die Stämme.

 


Das Losteil östlich des Jordans

 

8 Mit ihm (Manasse) nahmen der Rubeniter und der Gaditer ihr Losteil ein, das Mose ihnen jenseits des Jordans gegeben hatte, gen Osten, so wie Mose, der Diener Jewes, es ihnen gegeben hatte:
9 von Aroer an, die am Ufer des Arnon liegt, und der Stadt, die in der Mitte des Bachtals (liegt), und die ganze Ebene Medöba bis Dibon;
10 und alle Städte Sichons, des Königs des Amoriters, der in Hesbon regierte, bis zur Grenze der Söhne Amons,

11 und Gilead und das Gebiet des Geschuriters und des Maachatiters und das ganze Gebirge Hermon und all den Basan bis Salcha,
12 der ganze Regierungsbereich Ogs im Basan, der in Aschtarot und in Edrei regierte; er, er war vom Überrest der Rephaim verblieben, aber Mose hatte sie geschlagen und sie entrechtet.
13 Aber nicht entrechteten die Söhne Israels den Geschuriter und den Maachatiter; und Geschur und Maachat wohnten inmitten Israels bis zu diesem Tag.
14 Nur dem Stamm des Levi gab er kein Losteil; die Feueropfer für Jewe, dem Elohim Israels, jenes ist sein Losteil, so wie er ihn betreffend geredet hatte.
15 Und Mose gab der Stabschaft (dem Stamm) der Söhne Rubens  ein Losteil nach ihren Sippen.
16 Und ihr Gebiet war: von Aroer an, die am Ufer der Baches Arnon (liegt), und der Stadt in der Mitte des Bachtals und all die Ebene gegenüber Medöba;
17 Hesbon und all ihre Städte, die in der Ebene sind, Dibon und Bamot Baal und Bet Baal Meon
18 und Jahza und Kedemot und Mephaat
19 und Kirjatajim und Sibma und Zeret Haschachar am Berg
der Tiefebene
20 und Bet Peor und die Hänge des Pisga und Bet Hajeschimot
21 und alle Städte der Ebene und der ganze Regierungsbereich Sichons, des Königs des Amoriters, der in Hesbon regierte, den Mose erschlug, ihn und die Würdenträger Midians: Ewi und Rekem und Zur und Chur und Reba, die Idole (Fürsten, die sich als
Gott verehren ließen) Sichons, die Bewohner des Landes.
22 Und auch Bileam, den Sohn Beors, den Wahrsager, hatten die Söhne Israels mit dem Schwert umgebracht zu den von ihnen Durchbohrten hinzu.
23 Und die Grenze der Söhne Rubens wurde der Jordan und das Angrenzende; dies war das Losteil der Söhne Rubens nach ihren Sippen, die Städte und ihre Gehöfte.
24 Und Mose gab der Stabschaft Gad, den Söhnen Gads, ein Losteil nach ihren Sippen.
25 Und ihr Gebiet war: Jaser und alle Städte des Gilead und die Hälfte des Landes der Söhne Amons bis Aroer, die gegen das Angesicht Rabas liegt;
26 und von Hesbon an bis Ramat Hamizpe und Betonim  und von Machanajim bis zur Grenze der Debir;
27 und in der Tiefebene: Bet Haram und Bet Nimra und Sukot und Zaphon, des Übrige des Regierungsbereichs Sichons, des Königs Hesbons, der Jordan und das Angrenzende bis zum Ende des Meeres Kineret (Genezaret), jenseits des Jordans, ostwärts.
28 Dies war das Losteil der Söhne Gads nach ihren Sippen, die Städte und ihre Gehöfte.
29 Und Mose gab der Hälfte des Stammes Manasse ein Losteil, und es wurde der Hälfte der Stabschaft der Söhne Manasses zuteil, nach ihren Sippen.
30 Und ihr Gebiet war: von Machanajim an all das Basan, der ganze Regierungsbereich Ogs, des Königs des Basan, und alle belebten (bewohnten) (Städte) Jairs, die in Basan waren, sechzig Städte;
31 und die Hälfte des Gileads und Aschtarot und Edrei, die Städte des Regierungsbereichs Ogs in Basan; (dies alles war) den Söhnen Machirs, des Sohnes Manasses, der Hälfte der Söhne Machirs, nach ihren Sippen.
32 Diese waren es, denen Mose (ihr Losteil) in den Steppen Moabs zuloste, jenseits des Jordans bei Jericho, ostwärts.
33 Aber dem Stamm des Lewi gab Mose kein Losteil; Jewe, der Elohim Israels, Er ist ihr Losteil, so wie er sie betreffend geredet hatte.
...

 

Für Israel war es sehr wichtig, ein gottgegebenes und mithin fest verankertes Losteil auf der Erde zu haben, von wo aus sie ihren regierenden und priesterlichen Dienst über die ganze Erde ausüben werden.

 

 

Kapitel 14

 

Die das Losteil Zulosenden


1 Und diese (Losteile waren es), mit denen die Söhne Israels im Land Kanaan belost wurden, die ihnen Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns, und die Häupter der Vaterschaften der Stabschaften (Stämme) der Söhne Israels zulosten
2 mittels des Loses als ihr Losteil, so wie Jewe durch die Hand Moses geboten hatte, den neun Stabschaften und der Hälfte der einen Stabschaft (zuzulosen).
3 Denn Mose hatte das Losteil der zwei Stabshaften und der Hälfte der einen Stabschaft jenseits des Jordans gegeben, aber den Leviten gab er kein Losteil in ihrer Mitte.
4 Denn die Söhne Josephs wurden als zwei Stabschaften (befunden), Manasse und Ephraim. Und nicht gab man den Leviten einen Anteil im Land, sondern nur Städte zum Wohnen und deren Triften für ihre Viehherden und für ihr Erworbenes
(ihre Habe).
5 So wie Jewe dem Mose geboten hatte, so taten die Söhne Israels, und sie verteilten das Land.
...


Die Zulosung erfolgte im Jahr 1414 v. Chr.; sie geschah nach der Anweisung Moses (4. Mose 26:52 - 56). Das Los fiel, wie Jewe es wollte und bewirkte (Spr. 16:33).

 

Das Losteil Kalebs

 

6 Da kamen die Söhne Judas zu Josua in Gilgal herzu; und Kaleb, der Sohn Jephunes, der Kenisiter, sprach zu ihm: Du, du kennst das Wort, das Jewe zu Mose, dem Mann des Elohim, meinetwegen und deinetwegen in Kadesch Barnea geredet hat.
7 Ein Sohn von vierzig Jahren war ich, als Mose, der Diener Jewes, mich von Kadesch Barnea entsandte, um das Land auszuspionieren, und ich erstattete ihm Bericht, so wie´s mir ums Herz war.
8 Meine Brüder aber, die mit mir hinaufgestiegen waren, lösten das Herz des Volks auf, ich aber, ich erfüllte, Jewe, meinem Elohim, nachzufolgen.
9 Und Mose schwor an jenem Tag, sprechend: (Wehe), wenn das Land, das dein Fuß betrat, dir und deinen Söhnen nicht zum Losteil wird bis zum Äon, denn du erfülltest, Jewe, meinem Elohim, nachzufolgen.
10 Und nun, da! Leben ließ mich Jewe, so wie Er geredet hatte, und dies sind fünfundvierzig Jahre, seitdem Jewe dieses Wort zu Mose geredet hat, als Israel in der Wildnis wandelte. Und nun, da! Am heutigen Tag bin ich ein Sohn von fünfundachtzig Jahren.
11 Noch bin ich am heutigen Tag ein Starker, so wie an dem Tag, da Mose mich entsandte; wie meine Kraft damals war, so ist meine Kraft nun, zum Streit und um herauszugehen und hineinzukommen.
12 Und nun, gib mir dieses Bergige, wovon Jewe an jenem Tag geredet hatte; denn du, du hörtest an jenem Tag, dass die Anakiter dort sind und große, verwehrte Städte. Vielleicht ist Jewe mit mir und ich entrechte sie, so wie Jewe geredet hat.
13 Da segnete ihn Josua, und er gab Hebron dem Kaleb, dem Sohn Jephunes, als Losteil.
14 Darum wurde Hebron dem Kaleb, dem Sohn Jephunes, dem Keniter, bis zu diesem Tag zum Losteil, weil er erfüllte, Jewe, dem Elohim Israels nachzufolgen.
15 Und der Name Hebrons war vordem Kirjat Arba; dieser war der größte Mensch inmitten der Anakiter. Und das Land hatte Muße, fern vom Streit.
...


Als Kundschafter ausgesandt worden war Kaleb im Alter von vierzig Jahren im Jahr 1459 (4. Mose 13:1 - 14:9), und 45 Jahre danach, also im Jahr 1414 v. Chr. sprach er diese Worte. Er erinnerte Josua daran, dass Jewe geschworen hatte, ihm das Land zu geben (5. Mose 1:36). Seine Treue brachte ihm Hebron als Losteil ein. Ein Mann der Glaubenstreue wird gesegnet (Spr. 28:20).

 

Kapitel 15


Das Losteil Judas


1 Und es wurde das Los für die Stabschaft der Söhne Judas nach ihren Sippen der Grenze Edoms zu, der Wildnis Zin, gen Süden, am rechtseitigen Ende.
2 Und die Südgrenze wurde ihnen vom Ende des Salzmeeres, von der Zunge her, der gen Süden gewandten,
3 und sie ging hinaus zur Südseite am Aufstieg gen Akrabim und ging hinüber gen die Wildnis Zin und stieg hinauf an der Südseite von Kadesch Barnea und ging hinüber gen Chezron und stieg hinauf gen Adar und kreiste (bog um) gen die (Stadt) Karka
4 und ging hinüber gen Ezmon und ging hinaus zum Bach Ägyptens (Wadi el- Arisch), und die Ausgänge der Grenze waren gen das Meer (Mittelmeer); dies sei euch die Südgrenze.
5 Und die Grenze gen Osten: das Salzmeer bis zum Ende des Jordans. Und die Grenze zur Ausmündung gen Norden: von der Zunge des Meeres, vom Ende des Jordans an;

6 und die Grenze stieg hinauf gen Bet Chogla und ging hinüber im Norden der (Stadt) Bet Haaraba; und die Grenze stieg hinauf zum Stein Bohans, des Sohnes Rubens;
7 und die Grenze stieg hinauf gen Debir, von der Tiefebene Achor her und war gen Norden gewandt der (Stadt) Gilgal zu, die gegenüber dem Aufstieg gen Adumim (lag), der südlich des Baches ist; und die Grenze ging hinüber zu den Wassern En Schemeschs, und ihre Ausgänge waren En Rogel zu;
8 und die Grenze stieg die Schlucht des Sohnes Hinoms hinauf zur Bergflanke des Jebusiters an der Südseite, sie ist Jerusalem; und die Grenze stieg hinauf zum Gipfel des Berges, der gegenüber dem Angesicht der Schlucht Hinom ist, meerwärts, (und) der am Ende der Tiefebene Rephaim gen Norden (liegt),
9 und die Grenze wurde sichtbar vom Gipfel des Berges der Wasserquelle Nephtoachs zu, und ging hinaus zu den Städten des Berglands Ephrons; und die Grenze wurde sichtbar gen Baala, sie ist Kirjat Jearim;
10 und die Grenze kreiste (bog ab) von Baala her gen das Meer (westwärts) dem Berg Seir zu und ging hinüber nach Norden zur Flanke des Berges Jearim, sie ist Kesalon, und stieg hinab gen Bet Schemesch und ging hinüber gen Timna;
11 und die Grenze ging hinaus zur Flanke Ekrons gen Norden; und die Grenze wurde sichtbar gen Schikaron und ging hinüber zum Berg Baala und ging hinaus gen Jabnoel, und die Ausgänge der Grenze waren gen das Meer.
12 Und die meerseitige (westliche) Grenze war das große Meer und das Angrenzende. Dies war die Grenze der Söhne Judas, ihren Sippen zugeordnet, ringsum.
...


Juda, der stärkste Stamm (4. Mose 26:22; 1. Mose 49: 8, 9), bekam sein Losteil zuerst und das größte.
Dieses beschriebene Gebiet war der Segens- und Aufgabenbereich Judas.

 

Das Ausgleichsteil Kalebs

 

13 Und dem Kaleb, dem Sohn Jephunes, gab er das Ausgleichsteil in der Mitte der Söhne Judas, dem Befehl Jewes an Josua entsprechend: Kirjat Arba, des Vaters des Anakiters, sie ist Hebron.
14 Und Kaleb entrechtete von dort die drei Söhne des Anakiters: Scheschaj und Achiman und Talmaj, die Geborenen des Anakiters.
15 Und er stieg von dort hinauf zu den Bewohnern Debirs; und der Name Debirs war vordem Kirjat-Sepher.
16 Und Kaleb sprach: Dem, der Kirjat-Sepher schlägt und sie erobert, ihm gebe ich meine Tochter Achsa zur Frau.
17 Da eroberte sie Otniel, der Sohn (Nachkomme) des Kenas, ein Bruder Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau.
18 Und es geschah, als sie kam, da verleitete sie ihn (lockte sie von ihm ab), von ihrem Vater ein Gefild zu erfragen (erbitten zu dürfen), und sie drängte herab von dem Esel, und Kaleb sprach zu ihr. Was ist dir?
19 Und sie sprach: Gib nur eine Segnungsgabe, denn ein Land des Südens (ein trockenes Land) gabst du mir, so gibst du mir auch Wasserquellen. Da gab er ihr die oberen Wasserquellen und die unteren Wasserquellen.

...

Wie in Josua 14:6 - 15 geschildert und begründet, gab Josua dem Kaleb die Stadt Hebron, der sie nun eroberte (Ri. 1:10, 20).

Die Bitte der Achsa war klug und diente gewiss auch ihrem Mann Otniel, der übrigens später (1387 - 1347 v. Chr.) Richter wurde (Ri. 3:9 - 11)


Die Städte im Losteil Judas

 

20-62: Man lese diese Verse in der eigenen Bibel.
63 Aber den Jebusiter, ja die Bewohner Jerusalems, nicht konnten die Söhne Judas sie entrechten, und so wohnte der Jebusiter samt den Söhnen Judas in Jerusalem bis zu diesem Tag.
...

Kapitel 16

 

Das Losteil der Söhne Josephs


1 Und das Los ging heraus für die Söhne Josephs: (Die Grenze war) vom Jordan an bei Jericho zu den Wassern Jerichos ostwärts, (und westwärts) die von Jericho aufsteigende Wildnis im Bergigen gen Bet-El,
2 und sie ging hinaus von Bet-El gen Lus und ging hinüber zur Grenze des Arkiters gen Atarot
3 und sie stieg hinab gen das Meer (Mittelmeer) zur Grenze des Japhletiters, bis zur Grenze der unteren (Stadt) Bet Choron und bis Geser, und ihre Ausgänge waren gen das Meer.
4 So wurden die Söhne Josephs belost, Manasse und Ephraim.
...


Diese Beschreibung des Gebiets der Söhne Josephs unterscheidet nicht zwischen Manasse und Ephraim, die gemäß Jakobs Bestimmung als eigene Stämme gelten (1. Mose 48:5).

 


Das Losteil Ephraims


5
Und dies war die Grenze der Söhne Ephraims nach ihren Sippen; und die Grenze ihres Losteils war gen Osten Atrot Adar bis zur oberen (Stadt) Bet Choron;
6 und die Grenze ging hinaus gen das Meer. Im Norden die (Stadt) Michmetat; und die Grenze kreiste (bog ab) ostwärts gen Taanat Schilo und ging über ihn (vmtl. einen Bergrücken) hinweg zur Ostseite gen Janoach
7 und stieg hinab von Janoach gen Atarot und gen Naara und kam Jericho entgegen und ging hinaus zum Jordan.
8 Von Tapuach ging die Grenze meerwärts (westwärts) zum Bach Kana, und ihre Ausgänge waren gen das Meer. Dies war des Losteil der Stabschaft der Söhne Ephraims nach ihren Sippen.
9 Und die Städte, die für die Söhne Ephraims abgeschiedenen, waren inmitten des Losteils der Söhne Manasses, all die Städte und ihre Gehöfte.
10 Aber nicht entrechteten sie den Kanaaniter, wohnhaft in Geser, und so wohnte der Kanaaniter im Inneren Ephraims bis zu diesem Tag, und er wurde zum Frondiensttuenden.
...


Vermutlich ließ es die nahe Verwandtschaft zu, dass manche Städte in dem sehr großen, nördlich von Ephraim gelegenen Losteil Manasses von Ephraimitern bewohnt wurden.

 

Kapitel 17


Das Losteil Manasses

1 Und es wurde das Los für die Stabschaft Manasse, denn er war der Erstgeborene Josephs; es wurde für Machir, den Erstgeborenen Manasses, den Vater des Gileads, denn er war ein Kriegsmann, und es wurde ihm Gilead und Basan (zuteil).

2 Und es wurde des Los für die übrigen Söhne Manasses nach ihren Sippen: für die Söhne Abiesers und für die Söhne Cheleks und für die Söhne Asriels und für die Söhne Schechems und für die Söhne Chephers und für die Söhne Schemidas; diese waren Söhne Manasses, des Sohnes Josephs, die Männlichen, nach ihren Sippen.
3 Aber der Zelophchad, dem Sohn Chephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, er hatte keine Söhne, sondern nur Töchter. Und dies waren die Namen seiner Töchter: Machla und Noah, Chogla, Milka und Tirza.
4 Und sie nahten angesichts Eleasars, des Priesters, und angesichts Josuas, des Sohnes Nuns, und angesichts der Würdenträger, sprechend: Jewe gebot dem Mose, uns ein Losteil inmitten unserer Brüder zu geben. Da gab er ihnen dem (Befehl) Jewes entsprechend ein Losteil inmitten der Brüder ihres Vaters.
5 Und dem Manasse fielen zehn Distrikte zu, abgesehen vom Land Gilead und Basan, die jenseits des Jordans (liegen).
6 Denn die Töchter Manasses wurden mit einem Losteil inmitten seiner Söhne belost, aber das Land Gilead wurde den übrigen Söhnen Manasses (zuteil).
7 Und die Grenze Manasses war von Ascher her gen die (Stadt) Michmetat, die auf das Angesicht Sichems (zu liegt); und die Grenze wandelte zur Rechten hin zu den Bewohnern En Tapuachs,
8 Dem Manasse wurde das Land Tapuach, aber (die Stadt) Tapuach die der Grenze Manasses zu (liegt), wurde den Söhnen Ephraims (zu eigen).
9 Und die Grenze stieg hinab gen den Bach Kana, südlich des Bachs – aber die (in Kap. 16:9 erwähnten) Städte wurden dem Ephraim (zu eigen) inmitten der Städte Manasses –, und die Grenze Manasses war im Norden am Bach, und ihre Ausgänge waren gen das Meer (Mittelmeer).
10 Gen Süden zu war es dem Ephraim und gen Norden dem Manasse (zu eigen), und das Meer war seine Grenze; und Ascher kamen sie (die von Manasse) von Norden entgegen und Issaschar von Osten.
11 Und dem Manasse wurden in Issaschar und in Ascher (zuteil): Bet Schean und ihre Tochterstädte und Jibleam und ihre Tochterstädte und die Bewohner Dors und ihre Tochterstädte und die Bewohner En Dors und ihre Tochterstädte und die Bewohner Tanachs und ihre Tochterstädte und die Bewohner Megidos und ihre Tochterstädte,
auch die drei Opferstättenhöhen.
12 Aber die Söhne Manasses konnten diese Städte nicht entrechten, und der Kanaaniter war gewillt, in diesem Land zu wohnen.
13 Und es geschah, dass die Söhne Israels Halt hatten, da gaben sie den Kanaaniter in den Frondienst, aber es (Israel) entrechtete, ja entrechtete ihn nicht.
...


Das Losteil halb Manasses lag östlich des Jordans (Vers 1) und das der anderen Hälfte des Stammes nördlich vom Losteil Ephraims, anders gesagt zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer.

Das Grundbesitzrecht für Erbtöchter (Verse 3 + 4) war bereits in 4. Mose 27: 1 - 11 festgeschrieben worden.

Manche Städte konnten die Söhne Manasses nicht entrechten (Vers 12); hatte ihre Glaubenstreue nachgelassen? Fehlte es ihnen an Vertrauen auf die göttlichen Zusagen, oder musste es so sein, weil sie das Land ja nur nach und nach besiedeln und bewirtschaften konnten und das Wildgetier sich sonst zu sehr vermehrt hätte (2.
Mose 23:29)?

Die Beschwerde der Söhne Josephs

 

14 Und die Söhne Josephs redeten mit Josua, sprechend: Weshalb gabst du mir als Losteil nur ein Los und nur einen Distrikt? Ich bin doch ein zahlreiches Volk dadurch, dass Jewe mich bis jetzt gesegnet hat.
15 Und Josua sprach zu ihnen: Wenn du ein zahlreiches Volk bist, so steige für dich hinauf gen den Wald, und du rodest ihn dir dort im Land des Perisiters und der Rephaim, so denn dir das Bergige Ephraims zu schleunig (zu durchqueren) ist.
16 Da sprachen die Söhne Josephs: Nicht wird das Bergige für uns (als ausreichend) gefunden, und Streitwagen aus Eisen sind bei all dem Kanaaniter, des Bewohners des Landes der Tiefebene, bei denen in Bet Schean und ihren Tochterstädten und denen
in der Tiefebene Jesreel.
17 Da sprach Josua zum Hause Joseph, zu Ephraim und zu Manasse, sprechend: Ein zahlreiches Volk bist du und große Kraft ist dir, nicht sei dir nur ein einziges Los,
18 sondern Bergiges wird dir zu eigen, denn Wald ist es und du rodest ihn dir; und auch seine Ausgänge werden dir zu eigen, denn du entrechtest den Kanaaniter, auch so denn ihm Streitwagen aus Eisen sind, ja so denn er mächtig ist.
...

 

Angesichts der militärischen Stärke der Kanaaniter wollte das Haus Joseph sie nicht angreifen; ihr Blick war auf die Streitwagen gerichtet und nicht auf Jewe. Josua begegnete dem Unglauben und der daraus folgenden Angst der Stämme Josephs zunächst mit der Anweisung, den Wald im Bergland zu roden, und dann, als sie äußerten, dieses Gelände reiche nicht aus, mit dem Hinweis auf die Verheißungen Jewes (Jos. 1:2 - 5).

 

Kapitel 18


Das Zelt des Zeugnisses in Schilo; Vorbereitung

der Zulosung des Landes


1 Und all die Zeugenschar der Söhne Israels versammelte sich gen Schilo, und sie ließen dort das Zelt des Zeugnisses wohnen; und das Land war ihnen angesichts unterworfen.
2 Und es waren inmitten der Söhne Israels sieben Stämme übrig, denen man ihr Losteil noch nicht zugeteilt hatte.
3 Da sprach Josua zu den Söhnen Israels: Wie lange noch seid ihr erschlafft (nachlässig), statt zu kommen, um das Land zu errechten, das euch Jewe, der Elohim eurer Väter, gegeben hat?
4 Gewähret, (ja nehmt) euch drei Mannen für jeden Stamm, und ich werde sie entsenden; und sie stehen auf und wandeln im Land umher und schreiben es auf, ihrem Losteil entsprechend, und kommen dann zu mir.
5 Und sie verteilten es sich, es in sieben Ausgleichsteile (aufteilend). Juda steht auf seinem Gebiet im Süden, und das Haus Joseph steht auf seinem Gebiet im Norden.
6 Ihr aber, ihr schreibt das Land auf - sieben Ausgleichsteile - und bringt mir (die Aufzeichnungen) hierher, und ich (setze) euch (dann) das Ziel (erbringe euch dann das Ergebnis) mit dem Los, hier, angesichts Jewes, unseres Elohims.

7 Denn kein Ausgleichsteil ist den Leviten in eurer Mitte, denn das Priesteramt Jewes ist ihr Losteil; aber Gad und Ruben und die Hälfte des Stammes Manasse, sie nahmen ihr Losteil jenseits des Jordans im Osten, das Mose, der Diener Jewes, ihnen gegeben hat.
8 Da standen die Mannen auf und gingen, und Josua gebot denen, die da wandelten, um das Land aufzuschreiben, sprechend: Geht und wandelt im Land umher und schreibt es auf, und dann kehrt zu mir zurück, und hier werde ich euch das Los werfen
angesichts Jewes in Schilo!
9 Und die Mannen gingen und gingen hinüber, im Land umher, und schrieben es auf bezüglich der Städte, den sieben Ausgleichsteilen zugeordnet, auf ein Schriftstück; und sie kamen zu Josua zum Lager gen Schilo.
10 Da warf Josua ihnen das Los in Schilo angesichts Jewes, und dort verteilte Josua das Land an die Söhne Israels gemäß ihren Anteilen.
...

 

Das Zelt des Zeugnisses stand bis in die Tage Davids in Schilo im Losteil Ephraims (Ap. 7:45).

 


Das Losteil Benjamins


11 Und es stieg herauf das Los der Stabschaft der Söhne Benjamins nach ihren Sippen, und das Gebiet ihres Loses ging hinaus zwischen den Söhnen Judas und den Söhnen Josephs.
12 - 28 (Man lese diese Verse in der eigenen Bibel.)

 


Kapitel 19


Das Losteil Simeons


1 Und das zweite Los ging heraus für Simeon, für die Stabschaft  der Söhne Simeons nach ihren Sippen; und es wurde ihr Losteil inmitten des Losteils der Söhne Judas.
2 - 8 (Man lese diese Verse in der eigenen Bibel.)
9 Vom Distrikt der Söhne Judas war das Losteil der Söhne Simeons, denn das Ausgleichsteil der Söhne Judas war viel mehr als (für sie nötig), und so wurden die Söhne Simeons inmitten ihres Losteils belost.
...


In der Folge davon eroberten die beiden Stämme ihre Losteile gemeinsam (Ri. 1:3). Im Übrigen erfüllte sich dieses Wort Jakobs: "Ich werde sie verteilen in Jakob und sie zerstreuen in Israel.“ (1. Mose 49:7).

 

Das Losteil Sebulons


10 Und das dritte Los stieg herauf für die Söhne Sebulons nach ihren Sippen, und es war die Grenze ihres Losteils bis Sarid.
11 - 16 (Man lese die Verse in der eigenen Bibel.)
...


Das Losteil Issaschars


17 Für Issaschar ging das vierte Los heraus, für die Söhne Issaschars nach ihren Sippen.
18 - 23 (Man lese die Verse in der eigenen Bibel)
...


Das Losteil Aschers


24 Und das fünfte Los ging heraus für die Stabschaft der Söhne Aschers nach ihren Sippen
25 - 31. (Man lese die Verse in der eigenen Bibel.)
...

Das Losteil Naphtalis

 

32 Für die Söhne Naphtalis ging das sechste Los heraus, für die Söhne Naphtalis nach ihren Sippen.
33 - 39 (Man lese die Verse in der eigenen Bibel.)

 


Das Losteil Dans


40 Für die Stabschaft der Söhne Dans nach ihren Sippen ging das siebente Los heraus.


41 - 46 (Man lese die Verse in der eigenen Bibel.)


47
Und das Gebiet der Söhne Dans ging, von ihnen weg, verloren (wörtl: hinaus); und die Söhne Dans stiegen hinauf und stritten mit Leschem und eroberten sie und schlugen sie mit dem Mund des Schwertes und errechteten sie und wohnten in ihr. Und sie riefen der Leschem (den Namen) Dan gemäß dem Namen Dans, ihres Vaters.


48 (Man lese den Vers in der eigenen Bibel.)

...


Die Daniter wohnten eingeengt, weil sie die ihnen zugeloste Tiefebene am Mittelmeer nicht besetzen und mithin nur im Bergland siedeln konnten. So eroberten sie die Stadt Leschem (auch Lajisch genannt) im Norden am Hermon (Ri. 1:34; 18:1, 27 - 29).

 

Das Losteil Josuas


49 Und sie vervollständigten (schlossen vollständig ab) die Belosung mit dem Land in seinen Begrenzungen, und die Söhne Israels gaben dem Josua, dem Sohn Nuns, ein Losteil in ihrer Mitte.
50 Auf (Befehl des) Mundes Jewes gaben sie ihm die Stadt, die er erfragte: Timnat-Serach im Bergigen Ephraims. Und er baute die Stadt und wohnte in ihr.

51 Dies sind die Losteile, die Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns, und die Häupter der Vaterschaften der Stabschaften der Söhne Israels mittels des Loses zulosten in Schilo angesichts Jewes vor der Öffnung des Zeltes des Zeugnisses;
und so vervollständigten sie die Verteilung des Landes.
...


Angesichts Jewes geschah dies alles; so wurde deutlich, dass Er es war, der den einzelnen Stämmen ihr Losteil zuloste.
Nicht nur Kaleb (Jos. 14:9) war würdig, ein eigenes Losteil zu erhalten, sondern gewiss auch Josua. Dem Treuen gibt Jewe das Verlangen seines Herzens (Ps. 21:3), so dem Josua die Stadt Timnat-Serach im Bergigen seines Stammes Ephraim.


Die Asyl- und Levitenstädte, der Altar am Jordan, Josuas
Mahnreden und Tod
(Jos. 20 - 24)

 

Kapitel 20


Die Städte des Ayls


1 Und Jewe redete zu Josua, sprechend:
2 Rede zu den Söhnen Israels, sprechend: Gebt euch die Städte des Asyls, von denen Ich durch die Hand Moses zu euch geredet habe,
3 dass dorthin fliehe ein Mörder (Totschläger), der eine Seele im Irrtum erschlug, ohne dass er die Erkenntnis hatte (aus Versehen), und sie seien euch zum Asyl, weg von Löser des Blutes (Bluträcher).
4 Und er fliehe zu einer von diesen Städten und stelle sich vor die Öffnung des Tores der Stadt und rede vor den Ohren der Ältesten jener Stadt seine Worte, sodass sie ihn gen die Stadt zu sich hin versammeln und ihm einen Platz geben und er bei ihnen wohnt.
5 Und so denn der Löser des Blutes ihn verfolgt, hinter ihm her, so lassen sie den Mörder (Totschläger) nicht von seiner Hand umschließen, denn ohne Erkenntnis erschlug er seinen Genossen und nicht hasste er ihn gestern und ehegestern.
6 Und er wohnt in jener Stadt, bis er angesichts der Zeugenschar zur Rechtsetzung steht, bis zum Tod des großen Priesters, der in jenen Tagen sein wird; dann darf der Mörder (Totschläger) zurückkehren und zu seiner Stadt und zu seinem Haus kommen,
zu der Stadt, aus der er geflohen war.
7 Und sie heiligten Kedesch in Galiläa im Bergigen Naphtalis und Sichem im Bergigen Ephraims und Kirjat Arba, sie ist Hebron, im bergigen Judas.
8 Und jenseits des Jordans bei Jericho, ostwärts, in der Wildnis, ja in der Ebene, gaben sie als Asylstadt Bezer von der Stabschaft Ruben und Ramot in Gilead von der Stabschaft Gad und Golan in Basan von der Stabschaft Manasse.
9 Dies waren die Städte des Bezeugens für alle Söhne Israels und für den Gastsassen, den in ihrer Mitte weilenden, dass dorthin fliehe ein jeder, der eine Seele im Irrtum erschlug, und er nicht sterbe durch die Hand des Lösers des Blutes, bis er angesichts der Zeugenschar steht.
...

 

Schutz dem Schutzwürdigen! Diese Regelung gemäß der Anordnung Moses (2. Mose 21:13; 4. Mose 35: 6, 9 - 34; 5. Mose 4:41 - 43) war gerecht und human.

Kapitel 21


Die Städte der Priester und der Leviten

1 Und die Häupter der Vaterschaften der Leviten kamen herzu zu Eleasar, dem Priester, und zu Josua, den Sohn Nuns, und zu den Häuptern der Vaterschaften der Stabschaften der Söhne Israels.
2 Und sie redeten zu ihnen in Schilo im Land Kanaan, sprechend: Jewe gebot durch die Hand Moses, uns Städte zum Wohnen zu geben und ihre Triften für unser Getier.

3 Da gaben die Söhne Israels den Leviten von ihrem Losteil, dem (Befehl) Jewes entsprechend, diese Städte und ihre Triften:
4 Und das Los ging heraus für die Sippen das Kehatiters, und den Söhnen Aarons, des Priesters, aus den Leviten, wurden von der Stabshaft Juda und von der Stabschaft des Simeoniters und von der Stabschaft Benjamin durch das Los dreizehn Städte (zu eigen).
5 Und den übrigen Söhnen Kehats wurden von den Sippen der Stabschaft Ephraim und von der Stabschaft Dan und von der Hälfte der Stabschaft Manasse durch das Los zehn Städte zu eigen.
6 Und den Söhnen Gerschons wurden von den Sippen der Stabschaft Issaschar und von der Stabschaft Ascher und von der Stabschaft Naphtali und von der Hälfte der Stabschaft Manasse in Basan durch das Los dreizehn Städte (zu eigen).
7 Den Söhnen Meraris, ihren Sippen zugeordnet, wurden von der Stabschaft Ruben und von der Stabschaft Gad und von der Stabschaft Sebulon zwölf Städte (zu eigen).
8 Und so gaben die Söhne Israels den Leviten diese Städte und ihre Triften – so wie Jewe durch die Hand Moses geboten hatte – durch das Los.
9 Und sie gaben von der Stabschaft der Söhne Judas und von der Stabschaft der Söhne Simeons diese Städte, die man mit Namen ruft.
10 Und dies wurde den Söhnen Aarons von den Sippen des Kehatiters, von den Söhnen Levis, (zuteil), denn ihnen wurde das erste Los (zu eigen).
11 Und sie gaben ihnen Kirjat Arba, des Vaters des Anokiters (an anderer Stelle Anakiter genannt), sie ist Hebron, im Bergigen Judas, und ihre Triften rings um sie her.
12 Aber das Gefild der Stadt und ihre Gehöfte gaben sie dem Kaleb, dem Sohn Jephunes, zu seinem Besitz.
13 Und den Söhnen Aarons, des Priesters, gaben sie als Stadt des Asyls für den Mörder (Totschläger): Hebron und ihre Triften und Libna und ihre Triften.
14 - 35 Diese Verse lese man in der eigenen Bibel.
36 -37 (Diese Verse stehen nicht in der Biblia Hebraica Stuttgartensia, dem Snaith- und dem Aleppo-Text.)
38-40 (Diese Verse lese man in der eigenen Bibel.)
41 Alle Städte der Leviten inmitten des Besitzes der Söhne Israels: achtundvierzig Städte und ihre Triften.
42 Diese Städte wurden Stadt um Stadt (zugeordnet) und (zu jeder) ihre Triften rings um sie her, also war's bezüglich all dieser Städte.
...


Die Zuteilung der 48 Städte an die Leviten geschah gemäß dem Gebot Jewes (3. Mose 25:32 - 34; 4. Mose 35:1 - 8). 13 Städte bekamen die Priester (Verse 4 + 19); Priester konnten nur Nachkommen Aarons sein, des Sohnes Amrams, des Sohnes Kehats, des Sohnes Levis; 10 bekamen die übrigen Kehatiter (Verse 5+ 26), 13 die Gerschoniter (Verse 6+ 33) und 12 die Merariter (Verse 7 + 40). Gerschon und Merari waren ebenfalls Söhne Levis.

Die Städte verblieben im Besitz der jeweiligen Stämme, die Leviten genossen aber das vorrangige Wohnrecht. Die Levitenstädte waren über das ganze Land verteilt, sodass kein Israelit es allzu weit hatte, einen Leviten um Belehrung zu bitten oder um Rat zu
fragen. Unter ihrem Volk verstreut wohnend (1. Mose 49:7), konnten sie ihren Auftrag erfüllen, wie in 5. Mose 33:10 festgelegt: "Sie weisen an (Tora) (lehren) dem Jakob Deine Rechtsetzungen und Israel Deine Zielanweisung (Tora).“

 

Abschließender Rückblick


43 Und Jewe gab Israel das ganze Land, das Er ihren Vätern zu geben geschworen hatte; und sie errechteten es und wohnten darin.
44 Und Jewe verschaffte ihnen Ruhe ringsum gemäß allem, was Er ihren Vätern geschworen hatte, und niemand von all ihren Feinden bestand gegen ihr Angesicht; all ihre Feinde gab Jewe in ihre Hand.
45 Nicht fiel ein Wort dahin von all dem guten Wort, das Jewe zum Hause Israel geredet hatte: das alles kam.
...


Gott ist getreu! Das Land Kanaan in den Grenzen von 4. Mose 34:1 - 15 wurde nun von Israel beherrscht, wenn auch einzelne Gebiete noch gar nicht erobert waren

(5. Mose 7:22) oder wegen Unglaubens nicht erobert werden konnten, die aber keine Gefahr mehr darstellten, sodass Israel Ruhe hatte.

Kapitel 22


Die Rücksendung der Krieger der östlichen Stämme

1 Damals rief Josua dem Rubeniter und dem Gaditer und der Hälfte der Stabschaft Manasse
2 und sprach zu ihnen: Ihr, ja ihr, hütetet alles, was euch Mose, der Diener Jewes, gebot, und ihr hörtet auf meine Stimme bezüglich allem, was ich euch gebot.
3 Nicht verließet ihr eure Brüder diese vielen Tage bis zu diesem Tag, und ihr hütet, (ja bewahrtet die) Obhut über das Gebot Jewes, eures Elohims.
4 Und nun verschaffte Jewe, euer Elohim, euren Brüdern Ruhe, so wie Er zu ihnen geredet hatte. Und nun, wendet euch und geht für euch zu euren Zelten zum Land eures Besitzes, das euch Mose der Diener Jewes, jenseits des Jordans gegeben hat.
5 Nur hütet überaus, das Gebot und die Dienstanweisung (Tora) zu tun, die euch Mose, der Diener Jewes, gebot, zu lieben Jewe, euren Elohim, und zu gehen in all Seinen Wegen und zu hüten Seine Gebote und Ihm anzuhangen und Ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele.
6 Und Josua segnete sie und entsandte sie, und sie gingen zu ihren Zelten.
7 Und der Hälfte des Stammes Manasse hatte Mose (ein Losteil) in Basan gegeben, aber der anderen Hälfte gab Josua (ein Losteil) mit ihren Brüdern jenseits des Jordans meerwärts (westwärts), und auch noch (geschah's), dass Josua sie zu ihren Zelten entsandte und sie segnete.
8 Und er sprach zu ihnen, sprechend: Mit vielen Gütern des Ausgleichs kehrt zurück zu euren Zelten und mit überaus vielem Vieh, mit Silber und mit Gold und mit Kupfer und mit Eisen und mit Tuchen (Gewändern), die Menge überaus; teilt die Beute eurer Feinde mit euren Brüdern.
9 Da kehrten zurück und gingen die Söhne Rubens und die Söhne Gads und die Hälfte des Stammes Manasse weg von den Söhnen Israels von Schilo, die im Land Kanaan ist, um zum Land des Gilead zu gehen, zum Land ihres Besitzes, wo sie besitzend geworden waren auf Befehl des Mundes Jewes durch die Hand Moses.

...

 

Die Stämme, die ihre Losteile östlich des Jordans bereits eingenommen hatten, hatten gemäß der Anweisung Moses (4. Mose 32:16 - 22) den anderen Stämmen geholfen, Kanaan zu erobern. Nun nach den Jahren von 1420 v. Chr. an, konnten sie im Jahr 1414 v. Chr. zurückkehren, gar mit vielen Gütern und vor allen dem Segen Josuas (Vers 6). Der Segen war mit der Ermahnung verbunden, Jewe zu lieben und Ihm von ganzem Herzen zu gehorchen (Vers 5; 5. Mose 6:5), wie es sich für jeden gläubigen Israeliten gehörte. Jesus betonte dies ebenfalls: „Lieben sollst du den Herrn, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Denkart und aus deinem ganzen Vermögen" (Mark. 12:30). Übrigens: Diejenigen lieben Gott, die Seine Gebote halten (Joh. 14: 15, 21).

Die Rückkehrer sollten ihre Beute mit ihren Brüdern, die im Lande geblieben waren und nicht gekämpft hatten, teilen (Vers 8). Dies war nur gerecht und entsprach der Nächstenliebe. Die Zuhausegebliebenen hatten die wichtige Aufgabe erfüllt, den Schutz und die Bewirtschaftung des Landes und das Wohlergehen der Menschen, darunter ja auch der Frauen der Krieger, sicherzustellen.

 


Der Bau eines Altars am Jordan


10 Und sie kamen zu den Bezirken des Jordans, die im Land Kanaan waren, und dort bauten die Söhne Rubens und die Söhne Gads und die Hälfte des Stammes Manasse einen Altar am Jordan, einen großen Altar vom Aussehen.
11 Und die Söhne Israels hörten, das man sprach: Da! Es bauten die Söhne Rubens und die Söhne Gads und die Hälfte des Stammes des Manasse den Altar, dem Land Kanaan zugegen, den Bezirken des Jordans, dem Jenseitigen der Söhne Israels zu.
12 Und als die Söhne Israels es hörten, da wurde all die Zeugenschar der Söhne Israels gen Schilo versammelt, um als Heer wider sie hinaufzusteigen.
13 Und die Söhne Israels entsandten zu den Söhnen Rubens und zu den Söhnen Gads und zur Hälfte des Stammes Manasse, zum Land des Gilead, Pinechas, den Sohn Eleasars, des Priesters,
14 und zehn Würdenträger mit ihm, je einen Würdenträger, ja je einen Würdenträger für ein Vaterhaus, für alle Stabschaften Israels, und ein jeder war Haupt eines Hauses ihrer Väter, sie waren von den Tausendschaften Israels.
15 Und sie kamen zu den Söhnen Rubens und zu den Söhnen Gads und zur Hälfte des Stammes Manasse, zum Land des Gilead, und redeten mit ihnen, sprechend:
16 So spricht all die Zeugenschar Jewes: Was ist doch diese Übertretung, in der ihr übertratet gegen den Elohim Israels, dass ihr am heutigen Tag umkehrt, hinter Jewe weg, indem ihr euch einen Altar baut, um auch am heutigen Tag gegen Jewe zu empören!
17 Ist uns die Vergehung mit Peor etwa zu wenig, von der wir uns bis zu diesem Tag noch nicht gereinigt haben, und dass damals ein Zerwuchten geschah in der Zeugenschar Jewes?
18 Und ihr, ihr kehrt am heutigen Tag um, hinter Jewe weg! Und es wird geschehen: So ihr, ja ihr, euch am heutigen Tag gegen Jewe empört, so wird Er morgen über all die Zeugenschar Israels ergrimmen.
19 Wenn jedoch das Land eures Besitzes bemakelt ist, so geht für euch zum Land des Besitzes Jewes hinüber, wo die Wohnung Jewes wohnt und werdet in unserer Mitte Besitzer. Aber empört euch nicht gegen Jewe, und empört euch nicht gegen uns, indem ihr euch einen Altar baut, ohne dass es aus Seinen Bezeugungen ein Altar
Jewes, unseres Elohims, ist.
20 Hat nicht Achan, der Sohn Serachs, übertreten, ja übertreten, aufgrund von Bannendem? Und wider all die Zeugenschar Israels kam der Grimm, und er hauchte nicht als einzelner Mann infolge seiner Vergehung aus.
21 Da antworteten die Söhne Rubens und die Söhne Gads und die Hälfte des Stammes des Manasse, und sie redeten mit den Häuptern der Tausendschaften Israels:
22 Der El Elohim Jewe, der El Elohim Jewe, Er ist der Erkennende, und Israel, es wird erkennen: Wenn es in Empörung oder in Übertretung gegen Jewe war, so rette (Er) uns nicht an diesem Tag (stehe Er uns nicht bei).
23 Dass wir uns einen Alter gebaut haben, um umzukehren hinter Jewe weg, und ob's war, um auf ihm Hinaufzuweihendes (Brandopfer) und Spenden (Speiseopfer) hinaufzuweihen, oder ob´s war, um auf ihm Friedensopfer darzubringen – Jewe, Er, Er wird's untersuchen (herausfinden).
24 Oder ob wir nicht doch aus Bangigkeit aufgrund einer Sache dies getan haben, sprechend: Künftig werden eure Söhne zu unseren Söhnen sprechen, sprechend: Was ist mit euch und dem Jewe, dem Elohim Israels?
25 Jewe gab ja eine Grenze zwischen uns und euch, ihr Söhne Rubens und Söhne Gads, (nämlich) den Jordan, kein Ausgleichsteil (Anteil) ist euch in Jewe! Und so werden eure Söhne unsere Söhne dazu bringen, aufzuhören und Jewe nicht mehr zu fürchten.
26 Und so sprachen wir: Wir wollen uns doch daranmachen, den Altar zu bauen, nicht für Hinaufzuweihendes und nicht für Opfer,
27 sondern ein Zeuge sei er zwischen uns und euch und unseren Generationen nach uns, den Dienst Jewes zu dienen (zu verrichten) Ihm angesichts mit unseren Hinaufzuweihenden und mit unseren Opfern und mit unseren Friedensgaben, sodass eure Söhne nicht künftig zu unseren Söhnen sprechen: kein Ausgleichsteil ist euch in Jewe!
28 Und wir sprachen: Und wird's, dass sie so zu uns sprechen und zu unseren künftigen Generationen, so sprechen wir: Seht die Bauart des Altars Jewes, den unsere Väter gemacht haben, nicht für Hinaufzuweihendes und nicht für Opfer (geeignet), denn ein Zeuge ist er zwischen uns und euch!
29 Weitab sei's uns, ja von uns her, uns gegen Jewe zu empören und am heutigen Tag umzukehren hinter Jewe weg, um einen Altar zu bauen für Hinaufzuweihendes, für Spende und für Opfer, außer allein (neben) dem Altar Jewes, unseres Elohims, der angesichts Seiner Wohnung (steht).
30 Und Pinechas, der Priester, und die Würdenträger der Zeugenschar und die Häupter der Tausendschaften Israels, die mit ihm waren, hörten die Worte, die die Söhne Rubens und die Söhne Gads und die Söhne Manasses redeten, und es war wohl in ihren Augen.
31 Und Pinechas, der Sohn Eleasars, der Priesters, sprach zu den Söhnen Rubens und zu den Söhnen Gads und zu den Söhnen Manasses: Am heutigen Tag erkennen wir, dass Jewe in unserer Mitte ist, da ihr nicht in dieser Übertretung gegen Jewe übertratet; nun habt ihr die Söhne Israels geborgen, weg von der (Gericht übenden) Hand Jewes.
32 Da kehrten Pinechas, der Sohn Eleasars, des Priesters, und die Würdenträger wieder zurück von den Söhnen Rubens und von den Söhnen Gads aus dem Land des Gilead zum Land Kanaan zu den Söhnen Israels, und sie brachten ihnen das Wort zurück (erstatteten ihnen Bericht).
33 Und der Wortbericht war wohl in den Augen der Söhne Israels. Und die Söhne Israels segneten Elohim, und nicht mehr sprachen sie davon, wider jene mit dem Heer hinaufzusteigen, um das Land zu verderben, in dem die Söhne Rubens und die Söhne Gads wohnten.
34 Und die Söhne Rubens und die Söhne Gads riefen dem Altar (die Worte) zu: Denn Zeuge ist er zwischen uns, dass Jewe der Elohim ist.
...


Der Jordan stellte eine beeindruckende geographische Trennung zwischen Ost und West dar. Daher war zu befürchten, dass man die Oststämme ausgrenzte. Um dies zu verhindern, bauten sie einen Altar, und zwar am westlichen Ufer des Flusses, eben bei den Weststämmen.
Diese aber fassten dies als Abfall von Jewe auf, weil Jewe nur ein Heiligtum mit dem einen Brandopferaltar für ganz Israel vorgesehen hatte (3. Mose 17:8). Gegen Abtrünnige war schärfstens einzuschreiten (5. Mose 13:13 - 18).
Die Weststämme entsandten eine Abordnung unter der Führung des Pinechas, der übrigens im Jahr 1421 v. Chr. in den Steppen Moabs im Vorgehen gegen die Israeliten, die sich mit Baal Peor, dem Götzen der Moabiter, eingelassen hatten, seinen Einsatz für die Reinerhaltung des Glaubens bewiesen hatte (Verse 13 + 14; 4. Mose 25). Pinechas erinnerte die Stämme an dieses Desaster des ganzen Volkes aufgrund des Götzendienstes, von dem Israels wohl immer noch nicht rein sei (Vers 17), aber völligen Abstand genommen habe. Er erwähnte auch Achan (Vers 20), um zu betonen, dass die Sünde Einzelner schreckliche Auswirkungen auf das ganze Volk hatte (Jos. 7).

Pinechas gestand den Oststämmen zu, umzusiedeln, falls sie ihr Land als bemakelt ansehen würden (Vers 19), insofern sie meinten, dass es nicht durch die Gegenwart Jewes gesegnet sei.
Doch die Oststämme konnten glaubhaft darlegen, dass der Altar nur ein Symbol der Zusammengehörigkeit darstelle. Das dies bezeugende Denkmal war ein Altar, weil nur der gemeinsame Glaube das Volk zusammenhalten konnte.

So blieb die Einheit gewahrt. Sie blieb übrigens im Grunde dadurch bewahrt, dass jeder Mann aus allen Stämmen von 30 Jahren an dreimal im Jahr am Heiligtum vor dem Angesicht Jewes zu erscheinen hatte (2. Mose 23:17), zum Fest der ungesäuerten Brote, zum Fest der Erstlingsfrüchte (Pfingsten) und zum Laubhüttenfest.

 

Kapitel 23


Josuas Mahnrede an das Volk

 

1 Und es geschah ausgangs vieler Tage, nachdem Jewe dem Israel Ruhe von all ihren Feinden ringsum verschafft hatte und Josua alt war, ja hochbetagt,
2 da rief Josua allem Israel, seinen Ältesten und seinen Häuptern und seinen Richtern und seinen Vorstehern, und sprach zu ihnen: Ich, ich bin alt, ja hochbetagt.
3 Und ihr, ihr saht alles, was Jewe, euer Elohim, all diesen Nationen aufgrund eures Angesichts getan hat, denn Jewe, euer Elohim, Er war der für euch Streitende.
4 Seht, ich ließ euch diese verbliebenen Nationen zufallen, insofern (dort) das Losteil für eure Stämme ist, vom Jordan an, und all die Nationen, die ich abgeschnitten habe, bis zu dem großen Meer gen Sonnenuntergang.
5 Und Jewe, euer Elohim, Er, ja Er, wird sie hinwegstieben, weg von eurem Angesicht, und sie entrechten, weg von eurem Angesicht, und ihr werdet das Land errechten, so wie Jewe, euer Elohim, zu euch geredet hat.
6 Ihr aber seid überaus fest, zu hüten und zu tun all das in der Schriftrolle, der Zielanweisung (Tora) Moses, Aufgeschriebene, (und) euch nimmer von ihr abzukehren, weder zur Rechten noch zur Linken,
7 (und) nimmer zu diesen Nationen zu gehen (einzugehen), diesen samt euch verbliebenen, und im Namen ihres Elohim lasst ihr nicht gedenken und lasst ihr nicht schwören, und nicht dient ihr ihnen, und nicht werft ihr euch ihnen (huldigend) hin,
8 sondern Jewe, eurem Elohim, hangt ihr an, so wie ihr's bis zu diesem Tag getan habt.
9 Und Jewe entrechtete, weg von eurem Angesicht, große und überaus starke Nationen, ihr aber, niemand bestand gegen euer Angesicht bis zu diesem Tag.
10 Ein Mann von euch verfolgt tausend, denn Jewe, euer Elohim, ist der für euch Streitende, so wie Er zu auch geredet hat.
11 Und so hütet ihr euch überaus in euren Seelen, Jewe, euren Elohim, zu lieben.
12 Denn wenn ihr umkehrt, ja umkehrt, und dem Überrest dieser Nationen anhangt, dieser samt euch verbliebenen und wenn ihr euch mit ihnen verschwägert und ihr zu ihnen kommt und sie zu euch:
13 so erkennt, ja erkennt ihr, dass Jewe, euer Elohim, nicht fortfährt, diese Nationen zu entrechten, weg von eurem Angesicht; und sie werden euch zum Klappnetz und zur Schlinge und zur Peitsche in euren Seiten und zu Spitzzacken in euren Augen bis zu eurem Verlorengehen, weg von diesem guten Erdboden, den euch Jewe, euer Elohim, gegeben hat.
14 Und da! Ich wandle am heutigen Tag auf dem Weg all (der Bewohner) der Erde, und ihr erkennt mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, dass nicht ein einziges Wort dahinfiel von all den guten Worten, die Jewe, euer Elohim, über euch geredet hat: all diese Worte kamen euch, nicht fiel davon ein einziges Wort dahin.
15 Und es wird: So wie all das gute Wort über euch gekommen ist, das Jewe, euer Elohim, zu euch geredet hat, so wird Jewe all das böse Wort über euch bringen, bis Er euch vertilgt hat, weg von diesem guten Erdboden, den euch Jewe, euer Elohim, gegeben hat.
16 Indem ihr den Bund Jewes, eures Elohims, übergeht, den Er euch gebot, und ihr wandelt und anderen Elohim dient und euch ihnen (huldigend) hinwerft, so entbrennt der Zorn Jewes gegen euch und ihr geht schnell verloren, weg von dem guten Land,
das Er euch gegeben hat.
...

 

Josua sah die große Gefahr für Israel, sie war keine militärische, sondern eine geistliche: die des Abfalls von Jewe. Dementsprechend war die Mahnrede des Hochbetagten eindeutig: Entweder ihr bleibt Jewe treu, und es wird euch gut gehen, oder ihr schielt nach anderen Elohim, dann wird es euch übel ergehen.

Es galt, Jewe entschieden nachzufolgen. Jede Annäherung an die götzendienerischen Nationen würde das Volk ins Verderben reißen (5. Mose 28:15 45). Der Apostel Paulus schreibt: „Wisst ihr nicht, dass ein klein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? (1. Kor. 5:6). Möge Israel darum auch diese sehr ernste Ermahnung hören: Mein Gerechter aber wird aus Glauben (Glaubenstreue) leben. Und wenn er zurückweicht, hat meine Seele kein Wohlgefallen an ihm (Heb. 10:38). Siehe auch 2. Petrus 2:20 - 22!

Mischehen waren wie auch bei uns heute ausdrücklich verboten
(Vers 12; 2. Kor. 6:14; 2. Mose 34:16; 5. Mose 7:3; Esra 9:1, 2; Neh. 13:23- 26).

Kapitel 24


Josuas letzte Mahnrede an das Volk


1 Und Josua versammelte alle Stämme Israels gen Sichem, und er rief den Ältesten Israels und seinen Häuptern und seinen Richtern und seinen Vorstehern; und sie stellten sich angesichts Elohims auf.
2 Und Josua sprach zu all dem Volk: So spricht Jewe, der Elohim Israels: Jenseits des Stromes (Euphrat) wohnten eure Väter vom Äon an, Terach, der Vater Abrahams und der Vater Nachors, und sie dienten anderen Elohim.
3 Und Ich nahm (1890 v. Chr.) euren Vater Abraham von jenseits des Stromes und ließ ihn in all das Land Kanaan gehen, und Ich mehrte seinen Samen und gab ihm Isaak.
4 Und Ich gab dem Isaak Jakob und Esau, und Ich gab dem Esau das Bergland Seirs, es zu errechten, Jakob aber und seine Söhne stiegen hinab gen Ägypten.

5 Und Ich entsandte Mose und Aaron und zerwuchtete Ägypten, so wie Ich´s tat in seinem Innern, und danach führte Ich euch heraus.
6 Und Ich führte eure Väter heraus aus Ägypten, und ihr kamt gen das Meer, und die aus Ägypten setzten hinter euren Vätern her mit Fahrzeugen (Streitwagen) und Reitern bis zum Schilfmeer.
7 Und jene schrien zu Jewe, und Er legte Verdunkelung zwischen euch und die Ägypter, und Er brachte das Meer über es (Ägypten) und dieses bedeckte es; und eure Augen sahen, was Ich mit Ägypten getan habe. Und ihr wohntet viele Tage in der Wildnis.
8 Und Ich brachte euch zum Land des Amoriters, der jenseits des Jordans wohnte, und sie stritten gegen euch, und Ich gab sie in eure Hand, und ihr errechtetet ihr Land, und Ich vertilgte sie, weg von eurem Angesichts.
9 Da stand Balak, der Sohn Zipors, der König Moabs, auf und stritt gegen Israel; und er entsandte und rief dem Bileam, dem Sohn Beors euch zu verfluchen.
10 Aber Ich willigte nicht ein, auf Bileam zu hören, und er segnete, ja segnete euch, und Ich barg euch, weg von seiner Hand.
11 Und ihr gingt über den Jordan und kamt gen Jericho, und es stritten gegen euch die Eigner Jerichos und der Amoriter und der Perisiter und der Kanaaniter und der Hetiter und der Girgasiter, der Hiwiter und der Jebusiter, und Ich gab sie in eure Hand.
12 Und Ich entsandte euch angesichts die Hornisse, und sie vertrieb sie, die beiden Könige des Amoriters, weg von eurem Angesicht; nicht infolge deines Schwertes (geschah's) und nicht infolge deines Bogens.
13 Und Ich gab euch ein Land, für das du dich als Gegenleistung nicht bemüht hast, und Städte, die ihr nicht gebaut habt, und ihr wohnt in ihnen; Weinberge und Ölbäume, die ihr nicht gepflanzt habt, ihr esst davon.
14 Und nun, fürchtet Jewe und dient Ihm in Makellosigkeit und in Wahrheit, und nehmt die Elohim weg, denen eure Väter jenseits des Stromes (Euphrat) und in Ägypten dienten, und dient Jewe.
15 Und wenn's böse ist in euren Augen, Jewe zu dienen, so erwählt euch am heutigen Tag, wem ihr dienen wollt, ob den Elohim, denen eure Väter dienten, die jenseits des Stromes waren, oder den Elohim des Amoriters, in dessen Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir dienen Jewe.
...


In Sichem versammelte Josua das Volk zu sich (Vers 1), sicherlich weil auf den Steinen des dortigen Altars das Gesetz des Mose geschrieben stand (Jos. 8:30 - 35).

Josua malte seinem Volk die von der Treue Jewes geprägte Geschichte vor Augen, damit sie diesem allgewaltigen Elohim vertrauen mögen.
Auch durch Hornissen hatte Jewe Völker vertrieben (Vers 12), wie in 2. Mose 23:28 und 5. Mose 7:20 verheißen. Ihr Stich ist sehr schmerzhaft und kann für den Menschen gefährlich sein.

Schließlich stellte Josua die entscheidende Frage: Wem wollt ihr dienen (Vers 15)? Seine persönliche Antwort darauf: "Ich aber und mein Haus, wir dienen Jewe“, wurde vielen Gläubigen bis heute zum Vorbild und Zuspruch!

 

Die Antwort des Volkes


16 Da antwortete das Volk und sprach: Weitab von uns sei´s, Jewe zu verlassen, um anderen Elohim zu dienen,

17 denn Jewe, unser Elohim, Er ist der, der uns und unsere Väter aus dem Land Ägypten, aus dem Diensthaus, heraufgebracht hat, und der, der uns zu Augen diese großen Zeichen getan hat, und Er hütete uns auf all dem Weg, auf dem wir wandelten, und unter all den Völkern, durch deren Mitte wir hinübergingen.
18 Und Jewe vertrieb all die Völker und den Amoriter, den Bewohner des Landes, weg von unserem Angesicht. Auch noch wir, wir dienen Jewe, denn Er ist unser Elohim.
...
Beeindruckt von den Argumenten wie auch der Glaubensfestigkeit Josuas legte das Volk bereitwillig ein klares, Jewe wohlverehrendes Bekenntnis ab.

Aber vermag ein Mensch denn aus sich selbst Jewe zu dienen?
Josua wusste um die Schwachheit des Menschen, wie der nächste Vers zeigt.

 


Die Erneuerung des Bundes


19 Da sprach Josua zu dem Volk: Nicht könnt ihr Jewe dienen, denn ein heiliger Elohim ist Er, ein eifernder El ist Er, nicht trägt Er eure Übertretung und eure Verfehlungen.
20 So ihr denn Jewe verlasst und den ausländischen Elohim dient, so kehrt Er um und tut euch Böses und macht euch alldahin, nachdem Er euch wohlgetan hat.
21 Und das Volk sprach zu Josua: Nicht so, denn Jewe dienen wir!
22 Da sprach Josua zu dem Volk: Zeugen seid ihr gegen euch, dass ihr, ja ihr, euch Jewe erwähltet, um Ihm zu dienen. Und sie sprachen: Wir sind Zeugen!
23 So nehmt nun weg die ausländischen Elohim, die in eurer Mitte sind, und reckt euer Herz zu Jewe, dem Elohim Israels.
24 Und das Volk sprach zu Josua: Jewe, unserem Elohim, dienen wir, und auf Seine Stimme hören wir.
25 Und Josua schnitt (schloss) dem Volk einen Bund an jenem Tage und er legte ihm Gesetz und Rechtsetzungen fest in Sichem.
26 Und Josua schrieb diese Worte in die Schriftrolle der Zielanweisung (Tora) Elohims; und er nahm einen großen Stein und stellte ihn dort unter dem Eidbaum auf, der am Heiligtum Jewes war.
27 Und Josua sprach zu all dem Volk: Da! Dieser Stein, er werde gegen uns zum Zeugen, denn er, ja er, hörte alle Gesprochenen (Worte) Jewes, die Er mit uns geredet hat, und er werde gegen euch zum Zeugen, dass ihr doch ja nicht euren Elohim verleugnet!
28 Und Josua entsandte das Volk, einen jeden zu seinem Losteil.
...

Josua gebrauchte schärfste Worte. Es ging um Leben und Tod.
Die Übertretung, die Josua aussprach (Vers 19), die nicht vergeben
werden konnte, war der Götzendienst, der Abfall von Jewe.

Das Volk betonte und bestätigte, Jewe zu dienen, und erkannte an, dass sie Zeugen gegen sich selbst seien (Verse 21 + 22), ihre eigenen Worte also gegen sie sprechen könnten. Da forderte Josua sie auf, ihre Götzenfiguren zu vernichten und Jewe ungeteilten Herzens zu dienen (Vers 23).

Wieder bekräftigte Israel seine Treue zu Jewe (Vers 24). So erneuerte Josua den Bund und legte dem Volk die Bestimmungen der Tora dar (Vers 25).
Er schrieb seine Worte auf, die sodann gemäß 5. Mose 31:26 neben die Bundeslade gelegt wurden (Vers 26)

Mit dem Eidbaum – Israel hatte gerade einen Eid abgelegt – kann nur der Götterbaum gemeint sein, zu dem einst Abraham gekommen war (1. Mose 12:6), die Terebinthe, die auch Jakob kannte (1. Mose 35:4; s. a. Ri. 9:6). Unter diesem Baum stellte Josua
einen großen Stein auf, der symbolisch Zeuge all des Gesprochenen war (Vers 27) und gegen Israel zeugen würde, wenn sie Jewe verleugnen sollten. So schärfte Josua dem Volk seine Ermahnungen zusätzlich ein  und dennoch verleugnete sogar Petrus den Herrn dreimal (Mat. 26:70 - 74).

Wohlgerüstet mit dem lebendigen und Leben gebenden Wort
Jewes ging alsdann ein jeder zu seinem Losteil.

Josuas Ende

 

29 Und es geschah nach diesen Sachen (Ereignissen), da starb Josua, der Sohn Nuns, der Diener Jewes, als Sohn von 110 Jahren.
30 Und sie begruben ihn im Gebiet seines Losteils in Timnat-Serach, die im Bergland Ephraims (liegt), im Norden des Berges Gaasch.
31 Und Israel diente Jewe alle Tage Josuas und alle Tage der Ältesten, deren Tage sich über Josua hinaus längerten und die alle Taten Jewes erkannten, die Er für Israel getan hatte.
32 Und die Gebeine Josephs, die die Söhne Israels aus Ägypten heraufgebracht hatten, begruben sie in Sichem in der Ebene des Gefilds, das Jakob von den Söhnen Chamors, des Vaters Sichems, gegen hundert Kesita (Münzenbezeichnung) erworben hatte; und es wurde den Söhnen Josephs zum Losteil.
33 Und Eleasar, der Sohn Aarons, starb, und sie begruben ihn am Hügel seines Sohnes Pinechas, der ihm im Bergland Ephraims gegeben worden war.
...


110 Jahre alt wurde Josua. Sein langes Leben war Ausdruck des Segens Gottes (5. Mose 4:40; 5:33; 11:9) für einen Mann, der die Auszeichnung „Diener Jewes“ erhielt (Vers 29). Das Todesjahr lässt sich nicht feststellen. Es lag nach 1414 v. Chr., dem Jahr der Zulosung des Landes an die Stämme, und könnte an das Jahr 1400 v. Chr. heranreichen.

In Vers 31 lesen wir zu unserer Freude, dass Israel auch noch nach Josuas Tod in den Tagen der Ältesten Jewe diente.
Sie begruben auch Joseph (Vers 32), und zwar in Sichem in dem von Jakob erworbenen Gefild (1. Mose 33:19). Joseph hatte die Söhne Israels im Glauben an die Rückkehr ins verheißene Land schwören lassen, seine Gebeine dorthin mitzunehmen (1. Mose 50:24, 25; 2. Mose 13:19). So ist er gar in Hebräer 11:22 unter den Glaubenszeugen aufgeführt: “Durch Glauben gedachte Joseph, verscheidend, des Auszugs der Söhne Israels und gab Anweisungen bezüglich seiner Gebeine.“

Am Ende des Buches Josua angelangt, stellen wir fest, dass drei Männer, Josua, Joseph und Eleasar, in dem Land zur Ruhe gelegt wurden, von dem sie glaubten, dorthin zu gelangen. Und dies geschah, allein durch die Treue Jewes. Was Er sagt, das tut Er auch. „Mein Ratschluss ersteht, und alles, was Mir gefällt, tue Ich" (Jes. 46:10).

 

Wir schließen mit dem Wunsch, dass Israel sich diese Glaubensmänner zum Vorbild nehmen und auf das Wort Jewes, ihres Elohims, bauen möge.